KDB-Tech-Update am Abend: Patchen, absichern, KI mit Köpfchen einsetzen
Guten Abend zum KDB-Tech-Update! In unserem Podcast-Überblick geht’s heute ordentlich zur Sache: Eine aktiv ausgenutzte macOS-Lücke macht ungeschützte Bildschirmfreigaben zum Sicherheitsrisiko, GitLab- und Redis-Installationen brauchen Updates, und WordPress-Websites sollten ihre Plug-ins schleunigst prüfen. Dazu schauen wir auf Apple-Sicherheitsupdates, Phishing gegen Sparkassen-Kunden, das schleichende Funktionsende von Microsoft 365 unter Windows 10 sowie neue OWASP-Leitlinien für KI-Anwendungen. Kurz gesagt: Updates sind heute keine Kür, sondern Pflicht. So isch’s.
macOS: Aktive Angriffe über Screensharing – Port 5900 prüfen
Eine kritische Schwachstelle in Apples Funktionen für Bildschirmfreigabe und entfernte Verwaltung wird nach Angaben des niederländischen Nationaal Cyber Security Centrum (NCSC) bereits aktiv ausgenutzt. Betroffen sind insbesondere Macs, bei denen der für VNC-Verbindungen häufig verwendete Port 5900 aus dem Internet erreichbar ist.
Angreifer konnten bei verwundbaren Systemen offenbar ohne gültige Zugangsdaten die Kontrolle übernehmen und Root- beziehungsweise Administratorrechte erlangen. In beobachteten Fällen wurde anschließend ein Krypto-Miner installiert, der die Rechenleistung des kompromittierten Macs etwa zum Schürfen von Monero missbraucht. Typische Folgen: hohe CPU-Last, röhrende Lüfter, schlechte Performance und unnötig hohe Energiekosten. Ein Mac, der plötzlich arbeitet wie ein Traktor am Albaufstieg, sollte also genauer untersucht werden.
Die Lücke ist nicht automatisch bei jedem Mac aus dem Internet ausnutzbar. Kritisch wird es, wenn Bildschirmfreigabe oder Fernverwaltung aktiviert sind und eine Router-Portweiterleitung oder eine vergleichbare Netzwerkkonfiguration den Zugriff von außen ermöglicht.
Apple stellt Sicherheitsupdates bereit, darunter macOS 14.8.9 Sonoma, macOS 15.7.9 Sequoia und macOS 26.6.1 Tahoe. Laut Apple sorgen die Korrekturen dafür, dass die Fernzugriffsfunktionen nur noch gültige Anmeldedaten akzeptieren. Das BSI und CERT Bund bewerten die Gefahr als hoch.
Das solltest Du jetzt tun:
- macOS-Sicherheitsupdates unverzüglich installieren.
- Prüfen, ob Bildschirmfreigabe oder entfernte Verwaltung wirklich benötigt werden.
- Nicht benötigte Fernzugriffsdienste deaktivieren.
- Port 5900 nicht direkt ins Internet freigeben.
- Fernzugriff stattdessen über einen abgesicherten VPN-Zugang mit zusätzlicher Authentifizierung ermöglichen.
- Bei Verdacht auf eine Kompromittierung den Mac vom Netzwerk trennen und professionell untersuchen lassen.
Für Unternehmen ist das ein klassischer Fall für ein sauberes Angriffsflächen-Management: Welche Geräte sind von außen erreichbar? Welche Dienste laufen darauf? Und braucht’s die überhaupt? KDB unterstützt Dich bei Sicherheitschecks, Netzwerksegmentierung, abgesicherten Remote-Zugängen und einem geregelten Patch-Management.
Apple schließt zahlreiche Lücken in iPhone, iPad und Mac
Apple hat außerdem umfangreiche Updates für seine Betriebssysteme veröffentlicht: iOS 26.6.1, iPadOS 26.6.1, macOS 26.6.2 und visionOS 26.6.1. Für ältere iPhones und iPads gibt es iOS beziehungsweise iPadOS 18.7.10.
Die Aktualisierungen schließen mehr als 30 dokumentierte Schwachstellen in iOS und iPadOS. Betroffen waren unter anderem zentrale Komponenten für Audioverarbeitung, Bilddateien, den Kernel, Telefonie, WebKit und Grafikfunktionen. Möglich waren je nach Fehlerbild etwa Informationsabfluss, Abstürze, Speicherfehler, Codeausführung oder das Ausspähen von Datenverkehr.
Besonders relevant sind die WebKit-Korrekturen: WebKit verarbeitet Webinhalte auf Apple-Geräten. Verwundbare Komponenten können daher bereits beim Besuch präparierter Websites zum Risiko werden. Auch für ältere Geräte gilt deshalb: Wenn Apple noch ein Update liefert, bitte installieren – nicht irgendwann, sondern zeitnah.
Interessant am Rande: Mehrere gemeldete WebKit-Probleme werden OpenAI Codex Security zugeschrieben. KI hilft also zunehmend dabei, Schwachstellen zu finden und zu analysieren. Das verbessert auf der einen Seite die Abwehr, beschleunigt aber auf der anderen Seite auch die Analyse veröffentlichter Patches durch Angreifer. Der Zeitvorsprung nach einem Update wird damit kleiner. Konsequenz: Patch-Fenster werden zum Patch-Spalt. Und durch den sollte kein Angreifer durchrutschen.
GitLab: Kritische GraphQL-Lücke bedroht Projektintegrität
Betreiber selbst gehosteter GitLab-Instanzen sollten ebenfalls nicht trödeln. GitLab hat zwei Sicherheitslücken geschlossen, über die Angreifer Projektdaten und Nutzerdaten manipulieren oder sogar komplette Projekte löschen könnten.
Die kritische Schwachstelle CVE-2026-19478 betrifft die GraphQL-API. Ein Angreifer mit Zugriff auf diese Schnittstelle könnte präparierte Anfragen senden und dadurch öffentliche Projekte sowie zugehörige Nutzerdaten verändern oder löschen. Das ist für Entwicklungsumgebungen besonders heikel: Quellcode, Konfigurationen und wichtige Projektinformationen stehen direkt für die technische und organisatorische Integrität eines Unternehmens.
Die zweite Lücke, CVE-2026-19650, wird als hoch eingestuft. Hier muss ein Opfer zunächst beispielsweise einen manipulierten Link öffnen. Besonders kritisch wird das Szenario, wenn ein GitLab-Administrator betroffen ist: Dann könnte eine vollständige Kompromittierung der Instanz möglich sein.
GitLab nennt folgende abgesicherte Versionen:
- GitLab Community Edition und Enterprise Edition 18.11.11
- GitLab Community Edition und Enterprise Edition 19.0.8
- GitLab Community Edition und Enterprise Edition 19.1.6
- GitLab Community Edition und Enterprise Edition 19.2.4
GitLab.com ist laut Hersteller bereits aktualisiert. Handlungsbedarf besteht vor allem bei On-Premises-Installationen. Nach dem Update gehören auch Berechtigungen, Administrator-Konten und auffällige Aktivitäten in die Kontrolle. KDB empfiehlt: Backups prüfen, Rechte nach dem Least-Privilege-Prinzip vergeben und Entwicklungsplattformen genauso professionell überwachen wie produktive Server.
Redis: Sicherheitsupdates für Datenbanken mit sensiblen Informationen
Auch beim In-Memory-Datenbanksystem Redis stehen wichtige Sicherheitsupdates bereit. Die neuen Versionen schließen mehrere Schwachstellen, die Denial-of-Service-Angriffe, unberechtigte Informationszugriffe oder möglicherweise eingeschleusten Schadcode ermöglichen könnten.
Besonders im Fokus stehen Fehler beim Einlesen manipulierter RDB-Dateien. Diese Dateien dienen Redis zum Speichern und Wiederherstellen von Datenbankzuständen. Fehlerhafte Pufferberechnungen und ungültige Slot-IDs können beim Laden Speicherfehler verursachen. Je nach genauer Ausnutzung könnten Redis-Prozesse abstürzen oder Angreifer unter Umständen eigenen Code ausführen.
Zusätzlich wurde ein Fehler bei der TLS-Zertifikatsprüfung behoben. Unter bestimmten Umständen könnte ein Client die Prüfung umgehen und sich möglicherweise als anderer Benutzer ausgeben. Wenn dabei Konten mit höheren Rechten betroffen sind, wird’s richtig unerquicklich.
Veröffentlicht wurden unter anderem die Versionen 8.10.1, 8.8.2, 8.6.6, 8.4.6, 8.2.9, 7.4.11, 7.2.16 und 6.2.24. Welche Fassung erforderlich ist, hängt von der eingesetzten Redis-Version ab.
Wichtig für den Betrieb: Nicht nur aktualisieren, sondern auch die Herkunft von RDB-Dateien prüfen, Redis gegen unbefugten Netzwerkzugriff abschotten sowie TLS- und Authentifizierungskonfigurationen kontrollieren. Gerade Datenbanken mit externer Erreichbarkeit oder sensiblen Daten gehören nicht „irgendwie“ ins Netz gestellt, sondern sauber segmentiert und überwacht.
Roundcube: Zehn Lücken im Webmailer geschlossen
Für das Open-Source-Webmail-System Roundcube sind die Versionen 1.6.18 und 1.7.3 verfügbar. Sie schließen insgesamt zehn Sicherheitslücken, darunter drei mit hohem Risiko. Weil Webmail-Systeme häufig direkt aus dem Internet erreichbar sind und sensible Kommunikation verarbeiten, sollten Administratoren das Update priorisieren.
Besonders kritisch ist CVE-2026-74997. Wenn das standardmäßig deaktivierte Plug-in „markasjunk“ zusammen mit dem Treiber „cmd_learn“ verwendet wird, könnte eingeschleuster Code ausgeführt werden. Weitere hoch eingestufte Lücken betreffen den CSS-Proxy und die Verarbeitung von IMAP-Befehlen.
Nach der Aktualisierung sollten Unternehmen insbesondere optionale Plug-ins, IMAP-, LDAP-, Sieve- und API-Anbindungen kontrollieren. Wurde eine verwundbare Version länger betrieben, empfiehlt sich zusätzlich ein Blick in Protokolle und auf Berechtigungen. E-Mail ist und bleibt ein beliebtes Einfallstor – technische Absicherung, Spam- und Phishing-Schutz sowie geschulte Mitarbeitende gehören zusammen.
WordPress: Forminator Forms und Royal Elementor Addons sofort aktualisieren
Website-Betreiber aufgepasst: Für die WordPress-Plug-ins Forminator Forms und Royal Elementor Addons wurden gravierende Sicherheitslücken gemeldet.
Besonders kritisch ist CVE-2026-15748 in Forminator Forms bis einschließlich Version 1.56.1. Die Schwachstelle hat einen CVSS-Wert von 9,8. Selbst nicht angemeldete Angreifer könnten eine unzureichende Dateiprüfung umgehen und potenziell ausführbare Dateien auf dem Server ablegen. Steht die Datei anschließend passend zur Verfügung, droht Schadcode auf dem Webserver.
Betreiber sollten auf Forminator Forms 1.56.2 oder neuer aktualisieren und Upload-Verzeichnisse sowie Serverprotokolle auf unbekannte Dateien und verdächtige Zugriffe prüfen.
Bei Royal Elementor Addons wurden eine SSRF-Lücke (CVE-2026-17123, CVSS 8,8) sowie eine XSS-Schwachstelle (CVE-2026-19217, CVSS 6,4) bekannt. Die SSRF-Lücke kann es Nutzern mit mindestens Contributor-Rechten ermöglichen, den Server zu Anfragen an interne Systeme zu bewegen. Die XSS-Lücke kann eingeschleuste Skripte auf Websites ausführen lassen.
Hier hilft Version 1.7.1066. Für professionell betriebene Websites reicht es aber nicht, nur das eine akute Plug-in zu aktualisieren: Ein verlässlicher Wartungsprozess umfasst WordPress-Core, Themes, Plug-ins, Backups, Monitoring, Rechtekonzepte und eine Web Application Firewall. KDB übernimmt auf Wunsch genau diese laufende technische Pflege – damit Deine Website Leads generiert statt Sicherheitsvorfälle.
Phishing gegen Sparkassen-Kunden: „Update starten“ ist die falsche Taste
Aktuell kursieren gefälschte E-Mails, die Sparkassen-Kunden zu einem angeblichen Update für das Freigabeverfahren S-pushTAN auffordern. Über eine Schaltfläche mit der Aufschrift „Update starten“ sollen Empfänger auf eine betrügerische Website gelockt werden.
Die Verbraucherzentrale warnt: Das ist kein offizielles Update, sondern ein Phishing-Versuch. Kriminelle wollen darüber Zugangsdaten, Bankinformationen oder weitere persönliche Daten abgreifen. Typische Warnsignale sind unpersönliche Anreden, auffällige Absenderadressen, künstlicher Zeitdruck und die Behauptung, die Banking-App funktioniere ohne das Update nicht mehr.
Die goldene Regel: Updates für Banking-Apps ausschließlich über die offizielle App oder über eine selbst eingegebene Adresse der Bank prüfen. Nicht über E-Mail-Links, nicht über Anhänge, nicht unter Druck. Wer bereits Daten eingegeben hat, sollte die Sparkasse unverzüglich über einen offiziellen Kontaktweg informieren und eine Sperrung des Zugangs prüfen lassen.
Für Unternehmen bleibt Phishing-Sensibilisierung eine der wirksamsten Sicherheitsmaßnahmen. KDB kombiniert technische Schutzmechanismen mit verständlichen Awareness-Schulungen. Denn der beste Spamfilter kann viel – aber nicht jede unbedachte Aktion wegzaubern.
Microsoft 365 unter Windows 10: Ab Version 2608 keine neuen Funktionen
Microsoft wird Microsoft 365 auf Windows 10 zwar weiter betreiben, die funktionale Weiterentwicklung aber begrenzen. Die für August 2026 vorgesehene Version 2608 soll die letzte größere Funktionsversion für Microsoft-365-Apps und Copilot unter Windows 10 sein.
Word, Excel, PowerPoint und weitere Anwendungen bleiben nutzbar. Sicherheitsupdates sollen laut Microsoft bis zum 10. Oktober 2028 bereitstehen. Neue Funktionen, größere Weiterentwicklungen und voraussichtlich auch künftige Copilot-Erweiterungen werden danach jedoch nur noch auf neueren Windows-Versionen verfügbar sein.
Auch OneDrive soll auf Windows 10 Version 22H2 bis zum 10. Oktober 2028 Updates erhalten. Bei älteren Windows-10-Versionen wird die Desktop-App dagegen nicht weiter aktualisiert.
Für Unternehmen bedeutet das: Jetzt die IT-Roadmap prüfen. Welche Rechner sind noch auf Windows 10? Erfüllen sie die Voraussetzungen für ein aktuelleres Betriebssystem? Welche Fachanwendungen, Geräte oder Prozesse hängen daran? KDB begleitet Dich bei Bestandsaufnahme, Migrationsplanung, Hardware-Erneuerung und der sicheren Einführung moderner Microsoft-365- und Copilot-Arbeitsplätze.
Windows-Insider: Mehr Flexibilität, zeitlich begrenzte Adminrechte und Post-Quanten-Kryptografie
Microsoft testet in neuen Windows-Insider-Builds mehrere Änderungen für Oberfläche und Administration. Dazu gehört die Rückkehr einer flexibler platzierbaren Taskleiste: Künftig soll sie oben, unten, links oder rechts am Bildschirm angeordnet werden können. Auch die Größe von Taskleiste und Startmenü soll sich stärker anpassen lassen.
Für professionelle Umgebungen interessanter ist die neue Funktion Administrator Protection. Sie soll erhöhte Berechtigungen nur bei Bedarf und zeitlich begrenzt bereitstellen. Das Prinzip der Just-in-time-Rechtevergabe reduziert die Gefahr, dass Schadsoftware oder versehentlich gestartete Programme dauerhaft mit Administratorrechten arbeiten.
Microsoft integriert außerdem Unterstützung für ML-KEM, einen Post-Quanten-Algorithmus für den Schlüsselaustausch bei TLS-Verbindungen. Damit schafft Windows Grundlagen für Verschlüsselung, die auch gegen zukünftige Angriffe durch leistungsfähige Quantencomputer widerstandsfähiger sein soll.
Wichtig für Administratoren: Das alte Kommandozeilenwerkzeug WMIC wird endgültig entfernt. Die zugrunde liegende WMI-Technologie bleibt zwar erhalten, ältere Skripte und Verwaltungstools müssen aber gegebenenfalls auf moderne PowerShell-Befehle umgestellt werden. Wer solche Altlasten nicht kennt, merkt’s meistens erst dann, wenn nachts ein Automatisierungsjob umfällt. Besser vorher inventarisieren.
OWASP GenAI Top 10 2026: KI braucht klare Grenzen und kontrollierte Rechte
Die OWASP hat ihre Sicherheitsliste für Anwendungen mit großen Sprachmodellen neu veröffentlicht. Die bisherige „Top 10 for LLM Applications“ wird für 2026 als GenAI Top 10 geführt. Neu ist vor allem die Bewertung: Neben der Einschätzung der Fach-Community fließen erstmals systematisch ausgewertete reale Vorfallsdaten ein.
An erster Stelle bleibt Prompt Injection. Dabei beeinflussen nicht vertrauenswürdige Inhalte die Anweisungen eines Sprachmodells. Das kann durch direkte Nutzereingaben passieren, aber ebenso über Dokumente, E-Mails oder Webseiten, die ein KI-System verarbeitet. Eine vollständig zuverlässige technische Prävention gibt es laut OWASP derzeit nicht.
Deutlich nach oben gerückt ist Excessive Agency auf Platz drei. Gemeint sind KI-Systeme mit zu vielen Rechten und Handlungsmöglichkeiten. Wenn ein KI-Agent nicht nur Text schreibt, sondern E-Mails verschickt, Dateien verändert, Datenbanken abfragt oder Transaktionen auslöst, können falsche oder manipulierte Modellantworten direkte Auswirkungen auf reale Prozesse haben.
Weitere wichtige Risiken sind unkontrollierter Ressourcenverbrauch, die Offenlegung von verborgenem Kontext wie System-Prompts und Entwickleranweisungen, ungeprüft weiterverarbeitete Modellantworten sowie Fehlinformationen. Letztere landen in der neuen Liste auf Platz sieben, weil dokumentierte Vorfälle auf ein höheres Risiko hindeuten als die Experteneinschätzung zunächst vermuten ließ.
Für Unternehmen heißt das: KI nicht einfach an sämtliche Daten, Tools und Prozesse hängen. Sinnvoll sind klar begrenzte Berechtigungen, freigegebene Datenquellen, Validierung von Ein- und Ausgaben, Protokollierung, Kostenlimits und menschliche Freigaben bei kritischen Aktionen. KDB entwickelt KI-gestützte Automatisierungen so, dass sie Prozesse beschleunigen – ohne dass der digitale Helfer plötzlich mehr darf als der Chef.
KI in der Personalabteilung: Unterstützung ja, automatische Bewertung mit Vorsicht
Eine Bitkom-Umfrage unter 602 Unternehmen zeigt: KI kommt auch in deutschen Personalabteilungen an, aber deutlich vorsichtiger als in vielen anderen Bereichen. Am häufigsten wird sie für individuelle Weiterbildung eingesetzt, gefolgt von der Erstellung von Arbeitszeugnissen und dem Onboarding neuer Mitarbeitender.
16 Prozent der Unternehmen nutzen KI bereits für Weiterbildung, 14 Prozent für Arbeitszeugnisse und ebenfalls 14 Prozent für die Einarbeitung neuer Beschäftigter. Auch bei der Bewertung von Arbeitsbelastung wächst der Einsatz: von sechs Prozent im Vorjahr auf 13 Prozent.
Gerade dort, wo KI in Leistungsbewertung, Belastungsanalyse oder Personalentscheidungen eingreift, wird es rechtlich und ethisch sensibel. Personalbereiche verarbeiten besonders schützenswerte Daten – etwa zu Gehalt, Arbeitsleistung, Fehlzeiten oder beruflicher Entwicklung. Hinzu kommen Anforderungen des europäischen AI Act: Bestimmte KI-Anwendungen im HR-Bereich gelten als Hochrisiko-Systeme und unterliegen strengeren Vorgaben zu Risikomanagement, Transparenz, Dokumentation, Datenqualität und menschlicher Kontrolle.
Der praxistaugliche Weg liegt in der Unterstützung, nicht im blind automatisierten Entscheiden: KI kann Entwürfe für Zeugnisse erstellen, interne Fragen beantworten, Lernangebote strukturieren oder Onboarding-Informationen bereitstellen. Die fachliche, rechtliche und menschliche Verantwortung bleibt aber bei den zuständigen Personen. KDB hilft bei der Auswahl sinnvoller KI-Szenarien, beim Datenschutzkonzept und bei der sicheren Einbindung in bestehende Prozesse.
Fazit: Sicherheitsarbeit ist ein Prozess, kein Feierabendprojekt
Der heutige Überblick zeigt einmal mehr: Angreifer warten nicht auf den nächsten Wartungstermin. Sie nutzen offene Fernzugänge, veraltete Plug-ins, ungepatchte Serverdienste, manipulierte E-Mails und übermäßige Berechtigungen aus. Gleichzeitig schaffen KI und Automatisierung neue Chancen – aber nur dann, wenn Rechte, Datenflüsse und Kontrollmechanismen sauber gestaltet sind.
Unser Rat für heute Abend: Prüfe kritische Updates für Apple-Geräte, GitLab, Redis, Roundcube und WordPress. Kontrolliere externe Freigaben, insbesondere Port 5900. Und falls Du Windows 10 noch produktiv einsetzt, plane den nächsten Schritt rechtzeitig statt erst dann, wenn Funktionen und Unterstützung Stück für Stück verschwinden.
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