KDB-Tech-Update am Morgen: Patchen, prüfen, Deepfakes erkennen – und KI sinnvoll einsetzen
Guten Morgen zum KDB-Tech-Update! Während der Kaffee noch dampft, gibt’s heute eine ordentliche Portion IT-Sicherheit, KI und Digitalisierung. Auf der Agenda: kritische Updates für Fortinet und Windows 11, gezielte Spyware-Warnungen von Apple, eine Hardware-Schwachstelle in älteren AMD-Systemen sowie Passkeys, die sicherer sind als Passwörter – aber halt auch verstanden werden wollen.
Außerdem schauen wir auf KI im Arbeitsalltag: Google Meet schreibt jetzt auch bei Präsenzterminen mit, OpenAI baut seine Deutschland-Präsenz aus und Europas KI-Landschaft sortiert sich neu. Dazu: Deepfakes, gefälschte Medienbeiträge und die unbequeme Wahrheit über KI-Detektoren. Kurz gesagt: Heute wird’s digital, sicherheitsrelevant und an der einen oder anderen Stelle ein bissle unerquicklich. Packen wir’s an.
Fortinet: Kritische Sicherheitslücken in zentralen Sicherheitskomponenten
Unternehmen mit Fortinet-Infrastruktur sollten jetzt nicht auf die lange Bank schieben. In mehreren Produkten des Sicherheitsanbieters wurden Schwachstellen geschlossen, die je nach Komponente eine Umgehung der Anmeldung, unbefugten Zugriff oder das Einschleusen von Schadcode ermöglichen können. Betroffen sind unter anderem FortiWeb, FortiManager, FortiManager Cloud, FortiClientWindows, FortiOS und FortiPAM.
Besonders im Fokus steht CVE-2026-26035 in FortiWeb. Die als hoch eingestufte Lücke ist aus der Ferne und ohne vorherige Anmeldung ausnutzbar. Unter bestimmten Voraussetzungen können Angreifer sich mit frei gewählten Zugangsdaten an einer FortiWeb-Instanz anmelden. Voraussetzung ist allerdings, dass bei einem Remote-Type-Administrator-Konto die Wildcard-Option aktiviert wurde. Diese Einstellung ist nicht standardmäßig aktiv – aber wenn sie bewusst gesetzt wurde, wird’s kritisch.
Fortinet hat die Lücke in folgenden FortiWeb-Versionen behoben:
- FortiWeb 7.2.13
- FortiWeb 7.4.12
- FortiWeb 7.6.7
- FortiWeb 8.0.3
Eine weitere hoch bewertete Schwachstelle, CVE-2026-70468, betrifft FortiManager und FortiManager Cloud. Auch hier ist eine Anmeldeumgehung möglich, allerdings benötigen Angreifer dafür ein gültiges Zertifikat. FortiManager 8.0 ist laut vorliegenden Informationen nicht betroffen. Korrigierte Versionen sind FortiManager 7.2.10, 7.4.6 und 7.6.2.
Bei CVE-2026-70465 in FortiClientWindows muss ein Angreifer DNS-Antworten manipulieren können. Gelingt das, kann Datenverkehr auf manipulierte Ziele umgeleitet und Schadcode übertragen werden. Bereinigte Versionen sind FortiClientWindows 7.2.12 und 7.4.4.
Was jetzt zu tun ist: Inventar prüfen, eingesetzte Versionen abgleichen, Konfigurationen kontrollieren und Updates zeitnah einspielen. Gerade FortiWeb, FortiManager und Endpoint-Komponenten sitzen oft an zentralen Stellen im Netzwerk. Wer dort eine Lücke offen lässt, stellt nicht bloß ein Fenster auf Kipp – sondern unter Umständen die Haustür zum Maschinenraum.
KDB unterstützt Unternehmen bei Patch-Management, Sicherheitsbewertungen, Log-Auswertung und der strukturierten Härtung von Firewall-, VPN- und Management-Infrastrukturen. Entscheidend ist dabei nicht nur das einzelne Update, sondern ein verlässlicher Prozess: erkennen, priorisieren, testen, einspielen, überwachen.
Windows 11: August-Update schließt 421 Sicherheitslücken
Microsoft empfiehlt Windows-11-Nutzerinnen und -Nutzern, das August-Sicherheitsupdate innerhalb von drei Tagen zu installieren. Der Grund ist eindeutig: Das Update schließt insgesamt 421 Schwachstellen. Das sind zwar weniger als die 570 behobenen Lücken im Juli, aber immer noch eine außergewöhnlich hohe Zahl.
Zum Vergleich: Im August 2025 waren es 107 geschlossene Sicherheitsprobleme, im Juli 2025 137. Die Zahl der behobenen Schwachstellen ist damit innerhalb eines Jahres um nahezu 300 Prozent gestiegen.
Microsoft führt den Anstieg unter anderem auf KI-gestützte Werkzeuge zurück, die Sicherheitslücken schneller erkennen können. Das hat zwei Seiten: Forschungsteams und Hersteller finden Fehler früher – aber Angreifer können öffentlich bekannte Schwachstellen ebenfalls schneller analysieren und Angriffe gegen ungepatchte Systeme entwickeln.
Besonders relevant: Unter den geschlossenen Problemen befinden sich mehrere kritische Lücken. 37 Schwachstellen betreffen mögliche Remote-Code-Execution-Szenarien, also Fälle, in denen Angreifer unter Umständen Schadcode aus der Ferne ausführen können.
Die Installation lässt sich über Einstellungen > Windows Update anstoßen. Dort sollte ein Eintrag zum „2026-08 Sicherheitsupdate“ erscheinen. Nach der Installation kann ein Neustart erforderlich sein. Also offene Dateien speichern, Update starten und nicht erst nächste Woche irgendwann, wenn’s grad ganz arg pressiert.
Für Unternehmen gilt: Sicherheitsupdates gehören in einen gesteuerten Prozess. KDB hilft dabei, Windows-Clients zentral zu verwalten, Update-Rollouts nachvollziehbar zu planen und den Patch-Stand im Blick zu behalten. Das reduziert Ausfallrisiken und verhindert, dass einzelne Rechner im Netzwerk zum vergessenen Einfallstor werden.
Apple warnt iPhone-Nutzer in 110 Ländern vor gezielter Spyware
Apple hat iPhone-Nutzer in 110 Ländern vor möglichen Angriffen mit sogenannter Mercenary-Spyware gewarnt. Die Hinweise wurden direkt auf betroffenen Geräten und zusätzlich per E-Mail verschickt. Gemeint ist hochspezialisierte Überwachungssoftware, die typischerweise bei gezielten Angriffen gegen einzelne Personen eingesetzt wird.
Solche Angriffe können Aktivisten, Journalisten, Menschenrechtsverteidiger, politische Akteure oder andere besonders exponierte Personen treffen. Häufig nutzen die Angreifer bislang unbekannte Sicherheitslücken, um Kommunikation und Daten auszuspähen.
Apple erklärt, einen möglichen gezielten Angriff auf das jeweilige Gerät erkannt zu haben. Ob ein Angriff erfolgreich war oder nur versucht wurde, geht aus der Warnung nicht zwingend hervor. Apple kann nach eigener Aussage zudem nicht alle Angriffe erkennen.
Als zentrale Sofortmaßnahme empfiehlt Apple den Sperrmodus, international als Lockdown-Modus bekannt. Er schränkt bestimmte Funktionen des iPhones ein und reduziert damit mögliche Angriffsflächen. Apple erklärt, dass dieser Modus bislang noch nie erfolgreich von Spyware umgangen worden sei.
Wichtig: Der Schutz muss auf allen potenziell gefährdeten Apple-Geräten aktiviert werden. Ein geschütztes iPhone hilft nur begrenzt, wenn iPad, Mac oder ein weiteres Smartphone derselben Person offen bleiben.
Für Unternehmen mit exponierten Mitarbeitenden, sensiblen Projekten oder erhöhtem Schutzbedarf ist das ein klarer Hinweis: Mobile Security darf nicht bei PIN und Gerätemanagement aufhören. KDB unterstützt bei Sicherheitskonzepten für Endgeräte, Update-Strategien, Zugriffsrichtlinien und der Sensibilisierung von Teams für gezielte Angriffe.
Alte AMD-Prozessoren: Geschützter Speicher des PSP kann erreichbar werden
Ein vom Sicherheitsforscher Christopher Domas beschriebener Seitenkanalangriff mit dem ungewöhnlichen Namen „skitter-creek-bath-salts“ betrifft ältere AMD-Prozessoren der Familie 16h. Betroffen sind vor allem stromsparende Jaguar-basierte Chips aus der Zeit vor Ryzen, darunter Kabini, Temash, Beema und Mullins.
Die Schwachstelle kann die Abschottung bestimmter Speicherbereiche aushebeln. Dazu zählen unter anderem Bereiche des AMD Platform Security Processors, kurz PSP, des System Management Mode sowie Speicherregionen für CPU-Microcode. In diesen Bereichen können sicherheitsrelevante Daten wie kryptografische Schlüssel liegen.
Für die Ausnutzung sind allerdings bereits Administratorrechte erforderlich. Der Angriff ist also kein Selbstläufer aus dem Internet. Er zeigt jedoch: Hat ein Angreifer erst weitreichende Rechte auf einem betroffenen System, kann er zusätzliche Hardware-Sicherheitsgrenzen überschreiten.
Betroffen sind unter anderem ältere Geräte mit Prozessoren wie AMD A4-5000, E2-3000, A4-1250, A4 Micro-6400T, A4-6210 oder E2-6110. Solche CPUs finden sich vor allem in älteren günstigen Notebooks, Tablets und Embedded-Systemen.
Die praktische Konsequenz: Alte Systeme gehören ins Inventar. Unternehmen sollten prüfen, ob solche Geräte noch produktiv betrieben werden, welche Rechte dort bestehen und ob eine Ablösung möglich ist. Gerade Embedded-Systeme und alte Spezialhardware werden gern übersehen – und genau das macht sie im Ernstfall zum Sorgenkind.
Passkeys: Sicherer als Passwörter, aber kein Selbstläufer
Passkeys sind technisch ein deutlicher Fortschritt gegenüber klassischen Passwörtern. Der private Schlüssel bleibt auf dem Gerät, die Anmeldung wird lokal per PIN, Fingerabdruck oder Gesichtserkennung freigegeben, und Phishing-Seiten können Passkeys nicht einfach abgreifen. So weit, so gut.
Eine US-Studie zeigt aber: Viele Menschen wissen nicht, wie sie reagieren sollen, wenn ein Angreifer einen zusätzlichen Passkey für ihr Konto eingerichtet hat. Genau das kann passieren, wenn ein Angreifer bereits auf anderem Weg Zugang zu einem Konto erhalten hat – beispielsweise über ein kompromittiertes Passwort. Der fremde Passkey kann dann als dauerhafter Zugang bestehen bleiben, bis er erkannt und entfernt wird.
In simulierten Übernahmeszenarien mit Google beziehungsweise Gmail, LinkedIn und PayPal hatten viele der 31 Studienteilnehmer Schwierigkeiten, unbekannte Passkeys zu erkennen und gezielt zu löschen. Das galt auch für Personen, die sich selbst als technisch sehr versiert einschätzten.
Ein Problem waren unklare Warnungen und wenig verständliche Bezeichnungen in den Sicherheitseinstellungen. Manche Teilnehmende löschten aus Unsicherheit alle Zugangsschlüssel. Andere konnten nicht eindeutig feststellen, welches Gerät oder welcher Passkey verdächtig war.
Die Praxisregel: Passkeys aktivieren, wenn ein Dienst sie anbietet – aber regelmäßig auch die registrierten Geräte, Sitzungen und Zugangsschlüssel prüfen. Bei einer Warnung über einen neuen Passkey sollte der Dienst direkt über die offizielle App oder Website geöffnet werden. Nicht blind auf Links in E-Mails klicken, auch wenn die Nachricht glaubwürdig aussieht.
KDB begleitet Unternehmen bei moderner Identitäts- und Zugriffssicherheit. Dazu gehören Mehrfaktor-Authentifizierung, sichere Anmeldeverfahren, Rollen- und Rechtekonzepte sowie verständliche Prozesse für Mitarbeitende. Denn die beste Technik bringt wenig, wenn niemand weiß, was bei einer Sicherheitswarnung zu tun ist.
Deepfakes, gefälschte Nachrichten und KI-Detektoren: Vertrauen braucht überprüfbare Quellen
Der MDR berichtet über eine mutmaßlich russisch gesteuerte Desinformationskampagne, bei der gefälschte Beiträge und Videos unter missbräuchlicher Nutzung bekannter Medienmarken verbreitet werden. In einem vorliegenden Datensatz wurden seit dem 24. Juli insgesamt 338 entsprechende Beiträge erfasst. Teilweise wurden MDR-Logo, Gestaltungselemente der „Tagesschau“ oder Titelseiten des „Spiegel“ verwendet.
Die mutmaßliche Kampagne „Matrjoschka“ setzt offenbar auch auf KI-generierte Deepfakes. In manipulierten Videos werden Politikern schwere Straftaten vorgeworfen, obwohl die Vorwürfe frei erfunden sind. Ziel kann es sein, Vertrauen in Medien und demokratische Institutionen zu schwächen sowie öffentliche Debatten zu polarisieren.
Das Thema betrifft nicht nur Politik. Deepfakes und Voice Cloning werden auch im Unternehmensalltag zur Gefahr. Laut der Rechtsanwältin Franka Becker können heute bereits kurze Sprachaufnahmen ausreichen, um Stimmen künstlich nachzubilden. Ebenso lassen sich Dokumente, Belege, Bilder oder Videocalls immer überzeugender manipulieren.
Der alte Grundsatz „Das sieht doch echt aus“ reicht deshalb nicht mehr. Bei kritischen Zahlungsanweisungen, Änderungen von Bankdaten, auffälligen Bewerbungen, angeblichen Chef-Anrufen oder vertraulichen Anfragen braucht es zusätzliche Prüfungen: Rückruf über bekannte Nummern, Vier-Augen-Freigaben, klar geregelte Eskalationswege und eine saubere Dokumentation.
KI-Detektoren können dabei allenfalls Hinweise liefern. Sie können Texte, Bilder oder Musik anhand statistischer Muster bewerten, aber die Herkunft eines Inhalts nicht zweifelsfrei beweisen. Schon Überarbeitungen, Übersetzungen oder menschliche Ergänzungen können Erkennungen erschweren. Umgekehrt können menschlich erstellte Inhalte fälschlich als KI-generiert eingestuft werden.
Für Marketing, Kommunikation und Rechtsprozesse bedeutet das: Transparenz und Herkunftsnachweise werden wichtiger. KDB unterstützt beim Aufbau belastbarer Freigabeprozesse, bei Social-Media-Strategien, bei Sicherheits-Sensibilisierung und bei digitalen Workflows, in denen Quellen, Versionen und Verantwortlichkeiten nachvollziehbar bleiben.
Google Meet: Gemini protokolliert künftig auch Präsenz-Meetings
Google erweitert die KI-Funktionen von Google Meet. Gemini kann künftig nicht nur Videokonferenzen dokumentieren, sondern auch klassische Besprechungen vor Ort. Dazu aktiviert ein Teammitglied Google Meet auf einem Laptop oder Smartphone und nutzt die neue Funktion „Take Notes“.
Nach dem Termin erstellt Gemini eine strukturierte Zusammenfassung, eine Liste erkannter Aufgaben und ein vollständiges Transkript. Die Ergebnisse werden in einem Google-Dokument zusammengeführt, in Google Drive gespeichert und per E-Mail verlinkt.
Der Rollout erfolgt gestaffelt: Android-Nutzer konnten die Funktion ab dem 11. August 2026 nutzen, für die Webversion begann die Bereitstellung am 14. August. Auf iPhone und iPad soll das Feature ab dem 31. August verfügbar werden.
Die Funktion richtet sich vor allem an Business- und Enterprise-Kunden mit Google Workspace Business Standard, Business Plus, Enterprise Standard oder Enterprise Plus. Privatnutzer benötigen Google AI Pro oder Google AI Ultra.
Das kann die Nachbereitung von Meetings deutlich vereinfachen – wenn die Nutzung sauber geregelt ist. Unternehmen sollten vor dem Einsatz klären, welche Gespräche dokumentiert werden dürfen, wer Zugriff auf Transkripte erhält, wie lange diese gespeichert werden und wie mit vertraulichen Informationen umgegangen wird. KI ist ein super Protokollant, aber kein Freifahrtschein für ungeordnete Datenablage.
KI-Strategie: OpenAI wächst in Deutschland, Mistral setzt auf Spezialisierung und offene Modelle
OpenAI plant nach München einen zweiten deutschen Standort in Berlin. Ein konkreter Eröffnungstermin wurde noch nicht genannt, soll aber zeitnah folgen. Deutschland zählt laut OpenAI zu den wichtigsten Märkten des Unternehmens: Innerhalb Europas gebe es hier die meisten zahlenden ChatGPT-Abonnenten, weltweit gehöre Deutschland zu den drei größten Märkten.
Darüber hinaus gibt es Gespräche über mögliche Rechenzentrumskapazitäten in Deutschland. Konkrete Ergebnisse liegen noch nicht vor. Die Debatte berührt zentrale Fragen der digitalen Souveränität: Wo werden Daten verarbeitet? Wer kontrolliert die Infrastruktur? Welche rechtlichen und sicherheitstechnischen Rahmenbedingungen gelten?
Parallel deutet sich bei Mistral ein Strategiewechsel an. Das französische KI-Unternehmen öffnet seine Infrastruktur für externe Modelle, darunter das chinesische Open-Weights-Modell GLM-5.2 von z.ai. Das kann als pragmatischer Ansatz verstanden werden: Statt nur auf ein eigenes Generalistenmodell zu setzen, könnten Kunden künftig je nach Aufgabe unterschiedliche Modelle über eine gemeinsame Plattform nutzen.
Für Europa könnte die eigentliche Chance weniger im direkten Wettlauf um den nächsten Universal-Chatbot liegen. Besonders interessant sind spezialisierte KI-Anwendungen für Industrie, Dokumentenverarbeitung, Qualitätskontrolle, Logistik, technische Dokumentation und sichere lokale Verarbeitung sensibler Daten.
Ein Beispiel dafür ist GLM 5.3 von z.ai. Das neue Open-Weight-Modell soll besonders bei Softwareentwicklung, Quellcodeanalyse und der Suche nach Sicherheitslücken leistungsfähiger sein. Nach Angaben des Herstellers wurden bei Untersuchungen von knapp 270 Projekten insgesamt 2.436 bislang unbekannte Schwachstellen entdeckt. Diese Angaben lassen sich derzeit jedoch nur teilweise unabhängig überprüfen; viele Details zu den Funden stehen noch aus.
Für KDB ist klar: KI muss nicht einfach nur groß, laut und wolkig sein. Sie muss zum konkreten Geschäftsprozess passen, Daten schützen und Mitarbeitende entlasten. Ob automatisierte Dokumentenprozesse, KI-gestützte Wissenssuche, Content-Workflows, Support-Automatisierung oder Sicherheitsanalysen: Der Nutzen entsteht dort, wo Technologie sauber in den Alltag integriert wird.
EU-Verpackungsverordnung: Neue Pflichten für kleine Onlinehändler
Die EU-Verpackungsverordnung PPWR sorgt insbesondere bei kleinen Onlinehändlern für Unsicherheit. Ziel der Regelung ist es, Verpackungsabfälle zu reduzieren und Unternehmen stärker an Entsorgungs- und Recyclingkosten zu beteiligen. Problematisch wird es vor allem beim grenzüberschreitenden Versand innerhalb der EU.
Wer Waren in andere Mitgliedstaaten liefert, kann dort als Hersteller einer Verpackung gelten und damit nationale Registrierungs-, Melde- und Entsorgungspflichten auslösen. Zusätzlich kann ein Bevollmächtigter im jeweiligen Zielland erforderlich sein. Für große Handelsunternehmen ist das administrativ aufwendig, aber eher beherrschbar. Für kleine Shops mit vielen Lieferländern kann der Aufwand schnell unverhältnismäßig werden.
Zudem sind praktische Fragen offen: Nationale Systeme unterscheiden sich weiterhin, wichtige Umsetzungsregelungen fehlen teilweise noch, und nicht jede Verkaufsplattform erlaubt es Händlern zuverlässig, einzelne Zielländer auszuschließen.
Ein geplanter „Umweltomnibus“ könnte Erleichterung bringen. Vorgeschlagen wurde, die Pflicht zur Benennung eines Bevollmächtigten in einzelnen Zielländern bis 2035 auszusetzen. Ob und in welcher Form das umgesetzt wird, war zum Zeitpunkt des Berichts offen.
Für Onlinehändler heißt das: Lieferländer, Plattform-Einstellungen, Verpackungsarten und Dokumentationspflichten prüfen. KDB hilft bei digitalen Shop-Prozessen, der technischen Einrichtung von Versandregeln, SEO- und Shop-Strategien sowie der Automatisierung wiederkehrender Abläufe. So bleibt mehr Zeit fürs Geschäft – und weniger für das manuelle Durchforsten von Plattform- und Versandlisten.
Unser Fazit zum Morgen
Die Lage ist eindeutig: Angriffsflächen entstehen heute nicht nur durch ungepatchte Systeme. Sie entstehen durch unklare Prozesse, alte Hardware, schlecht verwaltete Zugänge, unkontrollierte KI-Nutzung und Inhalte, die täuschend echt aussehen können.
Die gute Nachricht: Viele Risiken lassen sich mit sauberen Grundlagen deutlich reduzieren. Updates gehören zeitnah installiert, Zugänge regelmäßig geprüft, Mitarbeitende sensibilisiert und KI-Werkzeuge mit klaren Regeln eingesetzt. Kein Hexenwerk – aber man muss es halt machen.
Wenn Du wissen möchtest, wie sicher Deine IT-Landschaft aufgestellt ist, wie sich KI sinnvoll in Prozesse integrieren lässt oder wie Dein Unternehmen bei Digitalisierung, Web, SEO und Automatisierung besser vorankommt: KDB ist da. Gemeinsam kriegen wir das sauber, sicher und ohne digitales Gschäftlechaos hin.



