KDB-Tech-Update am Abend: KI wird zum Security-Tester, Betrüger bleiben dreist – und Deine IT braucht klare Leitplanken
Guten Abend zum KDB-Tech-Update! In unserem abendlichen Podcast-Überblick geht’s heute um KI, die Kryptografie auf neue Schwachstellen abklopft, lokale KI-Modelle für Entwicklung und autorisierte Sicherheitsanalysen sowie neue KI-Hilfen gegen WhatsApp-Betrug. Außerdem: Router-Sicherheit, gefährliche Android-Malware, Phishing und Fake-Inkasso, Funklücken bei Balkonkraftwerken, europäische Videokonferenzen und eine Windows-App, die sich ziemlich ungefragt breitmacht. Kurz gesagt: Die digitale Welt wird nicht ruhiger. Aber mit guter Technik, sauberen Prozessen und einem wachen Blick kriegt man das hin – ganz ohne in Panik zu verfallen.
KI prüft AES: Kein Grund zur Panik, aber ein deutliches Signal für die Sicherheitsforschung
Das KI-Modell Claude Mythos Preview von Anthropic soll bislang unbekannte Schwachstellen in einer abgeschwächten Variante des Verschlüsselungsstandards AES entdeckt haben. Wichtig vorweg: Der heute im Alltag eingesetzte vollständige AES-Standard ist dadurch nicht geknackt. Es besteht nach aktuellem Kenntnisstand keine unmittelbare Gefahr für die Verschlüsselung von WLANs, Onlinebanking, Internetverbindungen oder gespeicherten Unternehmensdaten.
Spannend ist trotzdem, wie die Erkenntnis zustande kam. Die KI soll bei der Analyse der vereinfachten AES-Variante zwischen 200- und 1.000-mal schneller gewesen sein als menschliche Kryptografie-Expert:innen bei vergleichbaren Aufgaben. Sie entwickelte dabei offenbar eigenständig einen möglichen mathematischen Angriff. Zwei Forschende prüften diesen Ansatz anschließend fast einen Monat lang. Das zeigt recht deutlich: KI kann die Suche nach Sicherheitslücken erheblich beschleunigen – die fachliche Bewertung durch Menschen bleibt aber unverzichtbar.
Auch beim kryptografischen Verfahren Hawk, das als Kandidat für künftige Post-Quanten-Verschlüsselung gilt, soll das Modell einen verbesserten Angriff vorgeschlagen oder orchestriert haben. Das bedeutet nicht, dass Hawk praktisch gebrochen wäre. Es unterstreicht aber, dass neue Verschlüsselungsverfahren künftig nicht nur klassischen Reviews standhalten müssen, sondern auch intensiven KI-gestützten Prüfungen.
Für Unternehmen ist die Botschaft klar: Verschlüsselung bleibt ein zentrales Sicherheitsfundament. Doch Kryptografie ist kein Thema, das man einmal abhakt und dann zehn Jahre liegen lässt. Sicherheitsstandards, eingesetzte Protokolle, Zertifikate, Schlüsselverwaltung und Update-Strategien müssen regelmäßig überprüft werden. KDB unterstützt Dich dabei, Sicherheitsarchitekturen sauber aufzubauen, Risiken realistisch einzuordnen und die passenden Schutzmaßnahmen in Deine IT-Landschaft zu integrieren. Kein Aktionismus, sondern nachvollziehbare Sicherheitsprozesse – des isch am End’ halt die gscheite Lösung.
WhatsApp testet lokale KI gegen Betrugsnachrichten
WhatsApp erprobt mit „Scam Alert“ eine neue Funktion, die verdächtige Betrugsversuche direkt in Chats erkennen soll. Die Besonderheit: Die Analyse soll lokal auf dem Smartphone erfolgen. Weil WhatsApp Ende-zu-Ende-verschlüsselt ist, sollen die Inhalte nicht zur zentralen Auswertung an WhatsApp oder Meta übertragen werden.
Die KI soll nicht nur einzelne Formulierungen prüfen, sondern auch typische Gesprächsverläufe und Muster erkennen: erzeugter Zeitdruck, Aufforderungen zu Zahlungen, ungewöhnliche Kontaktmuster oder Manipulationsversuche. Erkennt das System ein mögliches Risiko, können Nutzer den Chat blockieren, melden, fortsetzen oder als vertrauenswürdig markieren. Eine solche Option ist wichtig, denn auch KI liegt mal daneben.
Der Rollout läuft derzeit nur begrenzt als Beta-Test. Einen Termin für die allgemeine Einführung gibt es noch nicht. Meta plant nach den vorliegenden Informationen, nur anonymisierte Nutzungsstatistiken auszuwerten. Außerdem sollen externe Sicherheitsexperten Einblick in relevante technische Bestandteile erhalten, damit die Schutzfunktion besser geprüft werden kann.
So hilfreich das Feature werden kann: Es ersetzt keinen gesunden Menschenverstand. Wenn Dich jemand im Messenger zur Überweisung auffordert, Codes verlangt, einen angeblichen Notfall konstruiert oder Dich auf eine externe Seite locken will, gilt weiterhin: Stopp, prüfen, unabhängig verifizieren. Gerade in Unternehmen sollten Mitarbeitende wissen, wie sie verdächtige Nachrichten melden und wie Kommunikationswege für Zahlungsfreigaben oder sensible Daten geregelt sind. KDB hilft dabei, Awareness-Maßnahmen nicht als langweilige Pflichtschulung aufzusetzen, sondern als praxistauglichen Teil der täglichen Sicherheitskultur.
Qwen3.8: Leistungsfähige lokale KI wird für Unternehmen greifbarer
Alibaba hat mit Qwen3.8 eine neue KI-Modellgeneration veröffentlicht. Besonders interessant für den lokalen Betrieb ist Qwen3.8-27B mit 27 Milliarden Parametern. Das Modell richtet sich an Teams, die leistungsfähige KI auf eigener Infrastruktur betreiben möchten – etwa für Programmierung, interne Wissensprozesse oder klar abgegrenzte Automatisierungsaufgaben.
In einem beschriebenen Praxistest entwickelte das Modell ein vollständiges REST-API für ein Warenwirtschaftssystem inklusive Benutzerverwaltung und rollenbasierter Rechtevergabe. Der erzeugte Code kompilierte beim ersten Versuch, berücksichtigte Sonderfälle und leitete sogar selbstständig Refactoring-Schritte ein. Gleichzeitig zeigte das Modell eine gewisse Neigung, einfache Probleme sehr ausführlich zu analysieren. Das kann Qualität liefern, kostet aber Zeit und Rechenleistung.
Der lokale Betrieb wird durch Quantisierung realistischer: Während die unkomprimierten Varianten sehr viel Grafikspeicher benötigen, kommt die Q5_K_M-Version mit rund 22 Gigabyte VRAM aus. Für bestimmte Nvidia-Karten steht zudem eine NVFP4-Variante zur Verfügung, die etwa 16 Gigabyte VRAM benötigt. Entscheidend bleibt: Das Modell sollte möglichst vollständig im Grafikspeicher liegen. Sonst wird’s zäh – und zäh ist bei produktiven Prozessen halt selten ein Qualitätsmerkmal.
Der wesentliche Vorteil lokaler KI liegt in der Datensouveränität: Sensible Dokumente, personenbezogene Daten oder interne Informationen verlassen die eigene Infrastruktur nicht zwangsläufig. Das ist besonders interessant für Unternehmen, die KI nutzen möchten, aber nicht jede Aufgabe an einen externen Cloud-Dienst geben können oder wollen.
Gleichzeitig wächst die Verantwortung. Es kursieren bereits Varianten, bei denen eingebaute Sicherheits- und Verweigerungsmechanismen weitgehend entfernt wurden. Solche Modelle können für autorisierte Sicherheitsanalysen relevant sein, dürfen aber ausschließlich kontrolliert, rechtlich abgesichert und in klar abgegrenzten Testumgebungen eingesetzt werden. KDB unterstützt Unternehmen bei der Auswahl sinnvoller KI-Szenarien, beim Aufbau sicherer lokaler oder hybrider KI-Umgebungen sowie bei der Integration in bestehende Prozesse.
Offene KI-Modelle: Qwen liegt vorn, Download-Zahlen bleiben aber Auslegungssache
Qwen hat sich im Bereich offen verfügbarer beziehungsweise offen gewichteter KI-Modelle klar etabliert. Alibaba spricht von mehr als drei Milliarden Downloads. Die Plattform Hugging Face kommt für Qwen im laufenden Jahr auf rund 2,045 Milliarden Downloads, über sämtliche Qwen-Repositories gerechnet auf etwa 2,061 Milliarden.
Die Differenz ist kein kleiner Zahlendreher, lässt sich aber zumindest teilweise durch unterschiedliche Messmethoden erklären. Hugging Face erfasst Aktivitäten auf dem eigenen Model Hub. Private Installationen, Zugriffe über APIs, interne Unternehmensnutzung oder Downloads über Alibabas Plattform ModelScope werden dort nicht vollständig abgebildet.
Für die Praxis ist weniger entscheidend, ob es nun zwei oder drei Milliarden Downloads sind. Relevant ist: Open-Weight-Modelle sind in Entwickler- und Unternehmensumgebungen längst angekommen. Sie bieten Flexibilität, Anpassbarkeit und die Möglichkeit, KI näher an den eigenen Daten und Prozessen zu betreiben. „Offen“ bedeutet allerdings nicht automatisch kostenlos oder dauerhaft frei von Lizenzbedingungen. Vor einem produktiven Einsatz müssen Lizenz, Datenschutz, Sicherheitskonzept, Hardwarebedarf und Betriebsverantwortung sauber geprüft werden.
Router absichern: Das Internet beginnt nicht erst am Arbeitsplatz
Der Router ist die Schaltzentrale zwischen Netzwerk und Internet. Ist er schlecht abgesichert, kann er zum Einfallstor für Computer, Smartphones, Netzwerkspeicher, Smart-Home-Geräte und andere angeschlossene Systeme werden. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik empfiehlt deshalb ein paar Grundlagen, die wirklich jeder prüfen sollte.
Ganz oben auf der Liste: Der Router muss noch vom Hersteller mit Sicherheitsupdates versorgt werden. Ist der Support beendet, ist ein Austausch oft sinnvoller als das Weiterbetreiben eines alten Geräts. Automatische Updates sollten aktiviert sein, damit bekannte Schwachstellen nicht unnötig lange offen bleiben.
Ebenso wichtig sind ein geändertes Router-Admin-Passwort, ein neutraler WLAN-Name sowie ein langes, individuelles WLAN-Passwort. Für das WLAN sollte mindestens WPA2, besser WPA3 eingesetzt werden. Die Firewall gehört aktiviert, nicht benötigte Portfreigaben sollten entfernt werden, und ein offener Fernzugriff auf die Router-Verwaltung sollte abgeschaltet sein. Wenn ein Fernzugriff wirklich nötig ist, sollte er über eine sichere VPN-Verbindung erfolgen.
Ein separates Gastnetzwerk ist ebenfalls sinnvoll – für Besucher, ältere Geräte oder Komponenten, denen Du nicht uneingeschränkt vertraust. Im Unternehmensumfeld gilt das erst recht: Netzwerksegmentierung, zentrale Verwaltung, dokumentierte Freigaben und kontinuierliches Monitoring gehören zu einer soliden Sicherheitsstrategie. KDB übernimmt diese Aufgaben als IT-Systemhaus und Managed Service Provider, damit Sicherheitslücken nicht erst auffallen, wenn’s schon raucht.
Android-Malware macht Smartphones zu manipulierten Kartenlesern
Sicherheitsforscher warnen vor einer Kombination aus den Android-Schadprogrammen „SpyNote“ und „WindRelay“. Die Täter geben sich häufig am Telefon als Mitarbeitende von Banken oder Zahlungsdienstleistern aus. Unter Druck sollen Betroffene dann eine angebliche Sicherheits- oder Support-App installieren.
Über SpyNote können Kriminelle weitreichenden Fernzugriff auf das Smartphone erhalten. Anschließend wird WindRelay nachgeladen. Die Schadsoftware missbraucht die NFC-Schnittstelle: Das Opfer soll während des Telefonats seine Bank- oder Kreditkarte an die Rückseite des Handys halten. Das Smartphone wird so zum manipulierten Kartenlesegerät, die kontaktlos übertragbaren Kartendaten können offenbar in Echtzeit an die Täter weitergegeben werden.
Nach Angaben von Kaspersky stieg die Zahl blockierter NFC-Angriffe auf Android-Smartphones Anfang 2026 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 188 Prozent. Das zeigt: Social Engineering bleibt der bevorzugte Einstieg. Die Technik ist nur der zweite Schritt.
Die wichtigste Regel lautet deshalb: Banken verlangen nicht am Telefon die Installation unbekannter Apps, die Weitergabe von PINs, TANs oder Passwörtern und auch nicht das Auflegen einer Bankkarte auf das Smartphone. Bei einem verdächtigen Anruf: Gespräch beenden, Bank über eine offiziell bekannte Nummer selbst kontaktieren. Wurde bereits eine App installiert oder wurden Daten preisgegeben, sollten Bankzugänge und Karten sofort gesperrt, Passwörter von einem vertrauenswürdigen Gerät geändert und verdächtige Vorgänge dokumentiert werden.
Fake-Anwälte, 419-Scam und DKB-Phishing: Betrug arbeitet mit Angst, Gier und Zeitdruck
Mehrere aktuelle Betrugsmaschen zeigen das gleiche Grundprinzip: Die Täter erzeugen emotionalen Druck und wollen, dass ihre Opfer handeln, bevor sie nachdenken. Bei gefälschten Anwaltsschreiben im Namen einer realen Düsseldorfer Kanzlei werden mehr als 3.500 Euro für ein angebliches Lotto-Abonnement gefordert. Besonders perfide: Teilweise enthalten die Schreiben persönliche Daten und sogar die letzten vier Ziffern der echten IBAN der Empfänger.
Solche Angaben wirken glaubwürdig, beweisen aber nicht, dass die Forderung echt ist. In den beschriebenen Fällen gibt es zudem zeitliche Widersprüche: Das genannte Lotto-Portal soll erst später registriert worden sein als der angeblich seit 2023 bestehende Vertrag. Wer keinen Vertrag abgeschlossen hat, sollte weder zahlen noch die Kontaktdaten aus dem Schreiben verwenden. Dokumentieren, unabhängig prüfen und gegebenenfalls Anzeige erstatten – das ist der richtige Weg.
Beim sogenannten 419-Betrug oder Vorschussbetrug locken Kriminelle mit hohen Erbschaften, Gewinnen, Spenden oder Geschäftschancen. Vor der Auszahlung sei angeblich nur noch eine kleine Gebühr, Steuer oder Anwaltszahlung nötig. Natürlich kommt nach der ersten Überweisung die nächste Forderung. Und die nächste. Eine Auszahlung gibt’s in der Regel nicht.
Auch DKB-Kunden stehen aktuell im Fokus einer Phishing-Kampagne. Eine E-Mail behauptet, die Registrierung für die DKB-App laufe am 20. August 2026 ab. Über einen Button zur „Reaktivierung“ sollen Empfänger auf eine gefälschte Website gelockt werden. Unpersönliche Anrede, unseriöse Absenderadresse, Zeitdruck und ein Link zur angeblichen Authentifizierung sind klare Warnzeichen.
Die goldene Regel bleibt: Keine Bank fordert per Mail dazu auf, Zugangsdaten, Passwörter oder TANs über einen Link einzugeben. Öffne die Banking-App selbst oder tippe die bekannte Bankadresse manuell in den Browser ein. Und im Unternehmen: Zahlungsprozesse brauchen klare Freigaben, Rückrufverfahren und das Vier-Augen-Prinzip. Eine gut formulierte Mail darf niemals eine interne Sicherheitsregel aushebeln.
Balkonkraftwerke: Sicherheitslücken sitzen nicht immer im WLAN
Bei bestimmten Mikrowechselrichtern von Hoymiles, insbesondere den Reihen HM, HMS und HMT, wurden Schwachstellen in der Funkkommunikation bekannt. Laut den Sicherheitsforschern könnten Angreifer in Funkreichweite Geräte erkennen, Kennungen auslesen und möglicherweise Steuerbefehle senden – ohne sich in das heimische WLAN einzuhacken.
Betroffene Wechselrichter könnten unter Umständen ein- oder ausgeschaltet oder in ihrer Einspeiseleistung verändert werden. Besonders kritisch sind außerdem unzureichend abgesicherte Funk-Updates: Manipulierte Firmware oder Netzprofile könnten Geräte unbrauchbar machen; laut Sicherheitsforschung sind auch Sachschäden und elektrische Risiken denkbar.
Ein vollständiger Patch stand zum Zeitpunkt der Warnung offenbar noch nicht bereit. Betreiber sollten daher zunächst das verbaute Wechselrichtermodell prüfen, Hersteller- und Händlerhinweise verfolgen und – sofern eine originale Hoymiles-Steuereinheit im Einsatz ist – ein Diebstahlschutzpasswort setzen. Das ist kein vollständiger Schutz, kann aber einfache Zugriffsversuche erschweren. Bei OpenDTU oder AhoyDTU sollte der Wechselrichter nicht unnötig oft abgefragt werden.
Die Meldung ist ein gutes Beispiel dafür, dass IT-Sicherheit längst nicht mehr nur PCs und Server betrifft. Photovoltaik, Gebäudetechnik, Produktionsanlagen, Sensorik und Smart Home gehören genauso zur Angriffsfläche. Wer Digitalisierung plant, muss Sicherheit deshalb von Anfang an mitdenken – nicht erst nach der Installation.
Europäische Alternativen zu Zoom und Teams: Datensouveränität im Videocall mitdenken
Videokonferenzen sind Alltag. Bei sensiblen Unternehmens- und Behördendaten stellt sich aber zunehmend die Frage, wo Gesprächsinhalte, Chatverläufe, Aufzeichnungen und geteilte Dateien verarbeitet werden. Besonders relevant ist dabei der US-Cloud-Act: US-Unternehmen können unter bestimmten Voraussetzungen zur Herausgabe von Kundendaten an US-Behörden verpflichtet sein – auch wenn Daten auf europäischen Servern liegen.
Als europäische Alternativen werden unter anderem Nextcloud Talk, Pexip, OpenTalk, alfaview, Proton Meet, kMeet und Inklusiva Call genannt. Die Angebote unterscheiden sich deutlich: Nextcloud Talk ist beispielsweise interessant für Organisationen mit eigener Nextcloud-Instanz, Pexip richtet sich stärker an professionelle und komplexe IT-Umgebungen, während OpenTalk auf Open Source sowie datenschutzfreundliche Nutzung ausgerichtet ist.
Bei der Auswahl zählen nicht nur Funktionen und Bildqualität. Prüfe Unternehmenssitz, Serverstandort, Verschlüsselung, Möglichkeiten zum Selfhosting, Umgang mit Aufzeichnungen und Dateien sowie die Integration in bestehende Systeme. Und bitte auch Barrierefreiheit nicht vergessen: Untertitel, Tastaturbedienung, gute Kontraste, verständliche Oberflächen und flexible Audio-/Video-Einstellungen machen digitale Kommunikation für mehr Menschen nutzbar.
KDB begleitet Dich bei der Auswahl, Einrichtung und sicheren Einbindung von Kollaborationslösungen. Ob souveräne Cloud, Selfhosting oder hybride Architektur: Entscheidend ist, dass die Lösung zu Deinen Arbeitsabläufen passt und nicht umgekehrt.
OneDrive Photos taucht auf Windows-PCs auf: Mehr Foto-App, aber kaum mehr Nutzen
Auf vielen Windows-10- und Windows-11-Rechnern erscheint derzeit „OneDrive Photos“. Microsoft verteilt die Anwendung offenbar zusammen mit einem Update für den OneDrive-Client – ohne dass Nutzer ausdrücklich nach einer zusätzlichen Foto-App gefragt werden. Die Anwendung kann lokale Bilder sowie in OneDrive gespeicherte Fotos anzeigen und überschneidet sich damit stark mit der vorhandenen Windows-Foto-App.
Eine hervorgehobene Funktion ist die optionale KI-gestützte Gesichtserkennung. Nach Anmeldung mit einem Microsoft-Konto können ähnliche Gesichter gruppiert werden, um Bilder nach Personen zu durchsuchen. Die Funktion muss ausdrücklich aktiviert werden. Microsoft erklärt, dass die daraus gewonnenen Gesichtsdaten nicht außerhalb des jeweiligen Kontos verwendet, nicht an Dritte weitergegeben und nicht zum Training von KI-Modellen genutzt werden sollen.
Wer die Gesichtserkennung deaktiviert, kann die Daten löschen. Laut Microsoft können sie danach noch bis zu 30 Tage gespeichert bleiben; nach zwei Jahren ohne Nutzung soll außerdem eine automatische Löschung erfolgen. Wer biometrische oder aus Gesichtsdaten abgeleitete Informationen nicht in der Cloud-Verarbeitung haben möchte, sollte das Feature schlicht nicht aktivieren.
Etwas unerquicklich: OneDrive Photos lässt sich derzeit nicht separat deinstallieren, da die Anwendung technisch im OneDrive-Client integriert ist. Wer sie loswerden möchte, müsste aktuell den kompletten OneDrive-Client entfernen – und verliert damit auch Synchronisations- und Backup-Funktionen. Microsoft hat angekündigt, eine separate Deinstallationsmöglichkeit schaffen zu wollen. Bis dahin gilt: Wenn OneDrive benötigt wird, App ignorieren; wenn OneDrive nicht genutzt wird, vor einer Deinstallation sorgfältig prüfen, ob wichtige Dateien ausschließlich in der Cloud liegen.
KDB-Fazit: KI und Digitalisierung brauchen Sicherheit, Regeln und einen Plan
Die heutigen Meldungen haben einen gemeinsamen Nenner: KI kann Sicherheitsforschung beschleunigen, Betrug besser erkennen, Programmierung unterstützen und Prozesse automatisieren. Gleichzeitig macht sie Angriffe professioneller, erhöht die Komplexität und sorgt dafür, dass Datenschutz, Berechtigungen und technische Kontrolle noch wichtiger werden.
Für Dein Unternehmen bedeutet das: KI nicht blind feiern, aber auch nicht verschlafen. Prüfe, welche Prozesse wirklich von Automatisierung profitieren, wo sensible Daten verarbeitet werden und welche Sicherheitsvorkehrungen dafür notwendig sind. Gute IT ist kein Sammelsurium aus Tools, Apps und Cloud-Abos. Gute IT ist ein durchdachtes System mit klaren Zuständigkeiten, aktuellen Updates, sicheren Zugängen und Mitarbeitenden, die wissen, wann sie genauer hinschauen müssen.
KDB verbindet IT-Sicherheit, Managed Services, Prozessautomatisierung, KI, Webentwicklung und digitales Marketing zu Lösungen, die im Alltag funktionieren. Wenn Du Deine Infrastruktur, Deine digitalen Prozesse oder Deine Kommunikation zukunftssicher aufstellen möchtest: Meld Dich. Dann machen wir das ordentlich – und nicht auf gut Glück, gell.



