Guten Morgen zum KDB-Tech-Update: Sicherheitsalarme, KI-Regeln und digitale Abhängigkeiten
Guten Morgen! Im heutigen KDB-Tech-Update geht’s ordentlich zur Sache: Ein Cyberangriff trifft Teile des Berliner Landesnetzes, Macs werden über eine Schwachstelle in der Bildschirmfreigabe fürs heimliche Krypto-Mining missbraucht und PostgreSQL schließt gleich 28 Sicherheitslücken. Außerdem schauen wir auf Datendiebstahl bei Frankreichs Steuerverwaltung, besonders perfide Android- und WhatsApp-Betrugsmaschen sowie die wichtigsten Router-Einstellungen fürs sichere Netzwerk.
Auch KI bleibt ein großes Thema: Neue Kennzeichnungspflichten nach dem EU AI Act sind bereits in Kraft, der Streit um Trainingsdaten und Urheberrecht geht weiter – und bei OpenAI wirft die Auflösung eines weiteren Sicherheitsteams Fragen auf. Für Unternehmen heißt das: Nicht nur Technik einkaufen und loslegen. Prozesse, Verantwortlichkeiten und Sicherheit müssen halt sauber mitgedacht werden. Sonst wird’s schnell unerquicklich, gell?
Cyberangriff auf Berliner Landesnetz: Isolieren, analysieren, Schäden begrenzen
Teile des Berliner Landesnetzes sind Ziel eines Cyberangriffs geworden. Betroffen sind nach Angaben der Senatskanzlei die Senatsverwaltungen für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen sowie für Mobilität, Verkehr, Umwelt und Klimaschutz. Beide Verwaltungen wurden bereits am Freitag vorsorglich vom Landesnetz getrennt.
Diese Isolation ist im Ernstfall eine der wichtigsten Maßnahmen überhaupt: Sie soll verhindern, dass sich ein Angriff seitlich im Netzwerk ausbreitet, weitere Systeme erreicht oder zusätzliche Daten kompromittiert werden. Aktuell ist noch offen, welche Systeme tatsächlich betroffen sind, ob Daten abgeflossen sind und wie der Angriff ablief.
In Berlin wurden Landeskriminalamt, Staatsanwaltschaft und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik eingebunden. Zusätzlich koordiniert ein Krisenstab die Schutzmaßnahmen und die forensische Untersuchung. Dass Behörden bei laufenden Ermittlungen zunächst zurückhaltend kommunizieren, ist nachvollziehbar – technische Details können Angreifern schließlich Hinweise auf noch offene Schwachstellen liefern.
Für Unternehmen ist der Vorfall eine deutliche Erinnerung: Ein Notfallplan darf nicht nur irgendwo im SharePoint verstauben. Es braucht klare Entscheidungen für den Ernstfall: Wer darf Systeme isolieren? Welche Dienste sind geschäftskritisch? Wie wird kommuniziert? Welche Backups sind wirklich wiederherstellbar? KDB unterstützt Dich dabei mit Sicherheitskonzepten, Managed Services, Backup- und Recovery-Strategien sowie praxistauglichen Notfallprozessen.
macOS-Bildschirmfreigabe: Sicherheitslücke wird für Krypto-Mining missbraucht
Cyberkriminelle nutzen offenbar eine Schwachstelle in der macOS-Funktion „Bildschirmfreigabe“ aus, um auf fremde Macs zuzugreifen. Laut niederländischem National Cyber Security Centre betrifft dies insbesondere Systeme, deren Bildschirmfreigabe direkt über das Internet erreichbar ist. Die Lücke trägt die Kennung CVE-2026-65400.
Angreifer konnten demnach die Passwortabfrage umgehen und Programme starten, Dokumente öffnen sowie Sicherheitseinstellungen verändern. Teilweise sollen sie sogar Administratorrechte erlangt haben. Anschließend installierten die Täter eine Mining-Software, die die Rechenleistung der kompromittierten Macs für die Kryptowährung Monero missbraucht.
Das klingt vielleicht erst mal nach „der Rechner ist halt ein bissle langsam“. Ist aber kein Kavaliersdelikt: Dauerhafte hohe Auslastung kostet Strom, beeinträchtigt die Arbeitsfähigkeit und zeigt vor allem, dass Unbefugte Zugriff auf das Gerät hatten. Wer Programme starten und Einstellungen verändern kann, könnte eben auch Daten abziehen oder weitere Schadsoftware nachladen.
Apple hat die Sicherheitslücke laut Bericht am 6. August geschlossen. Deshalb gilt: macOS-Updates zeitnah installieren. Wird die Bildschirmfreigabe nicht benötigt, sollte sie deaktiviert bleiben. Fernzugriffsdienste gehören generell nicht ungeschützt ins Internet, sondern hinter sauber abgesicherte Zugänge und klare Berechtigungskonzepte.
PostgreSQL schließt 28 Sicherheitslücken: Datenbank-Updates sind jetzt Pflichtprogramm
Für PostgreSQL stehen neue Sicherheitsupdates bereit. Insgesamt wurden 28 Schwachstellen geschlossen, darunter mehrere Lücken, über die Angreifer potenziell eigenen Schadcode ausführen könnten. Im ungünstigsten Fall droht die Übernahme einzelner PostgreSQL-Instanzen oder sogar des zugrunde liegenden Systems.
Die Sicherheitskorrekturen sind in PostgreSQL 14.24, 15.19, 16.15, 17.11 und 18.6 enthalten. Besonders kritisch sind unter anderem die Schwachstellen CVE-2026-14662 und CVE-2026-18408. Erstere betrifft die Verarbeitung der Volltextsuch-Datentypen tsvector und tsquery; ein Speicherfehler kann Abstürze oder die Ausführung von Angreifercode ermöglichen. Die zweite Lücke kann bei Wiederherstellungen ausgenutzt werden – also genau dort, wo viele Admins eigentlich wieder Ruhe reinbringen wollen.
Wichtig ist deshalb nicht nur das Update selbst. Prüfe auch, wer auf Datenbanken zugreifen darf, ob Instanzen wirklich aus dem Netzwerk erreichbar sein müssen und ob Sicherungsdateien aus vertrauenswürdigen Quellen stammen. Gerade Restore-Prozesse gehören sauber dokumentiert und getestet.
Zusätzlich steht für PostgreSQL 14 das Support-Ende an: Ab dem 12. November 2026 sind keine Sicherheitsupdates mehr vorgesehen. Wer diese Version produktiv betreibt, sollte die Migration auf eine unterstützte Hauptversion frühzeitig planen – inklusive Tests für Anwendungen, Erweiterungen, Treiber und Datenbank-Backups. KDB hilft Dir bei Patch-Management, Systemüberwachung und der strukturierten Modernisierung von Server- und Datenbanklandschaften.
Frankreich: Daten von 678.000 Steuerpflichtigen abgeflossen
Die französische Staatsanwaltschaft untersucht einen Cyberangriff auf das staatliche Steuersystem. Nach bisherigem Kenntnisstand wurden Daten von rund 678.000 Nutzerinnen, Nutzern und Unternehmen kopiert. Die Steuerbehörde entdeckte einen unbefugten Zugang bereits Ende Juni, der tatsächliche Datenabfluss wurde offenbar jedoch erst später durch einen Beitrag in einem digitalen Untergrundforum bekannt.
Bei Privatpersonen sollen unter anderem Namen, Angaben zum Familienquotienten, steuerpflichtige Einkommen und Quellensteuersätze betroffen sein. Zugangsdaten für das Steuerportal sollen nach bisherigem Stand nicht entwendet worden sein. Dennoch sind solche Informationen hochsensibel: Sie liefern Betrügern genau den Stoff, den sie für glaubwürdige Phishing-Mails, Anrufe im Namen von Behörden oder gezielte Identitätsdiebstähle brauchen.
Auch kopierte Unternehmensdaten wie Steuernummern, Geschäftsadressen und Anschriften bevollmächtigter Vertretungen sind keineswegs harmlos. Sie können für manipulierte Rechnungen, Geschäftsführer-Betrug oder überzeugende Social-Engineering-Angriffe missbraucht werden.
Die Lehre daraus: Datenschutz endet nicht bei Passwörtern. Unternehmen brauchen ein Gesamtpaket aus Zugriffsschutz, Protokollierung, Erkennung ungewöhnlicher Aktivitäten und Sensibilisierung ihrer Teams. Besonders bei personenbezogenen Daten muss außerdem klar sein, wie Vorfälle bewertet, dokumentiert und kommuniziert werden.
Android wird zur Bezahlfalle: Betrüger kombinieren Fernzugriff und NFC-Missbrauch
Sicherheitsforscher warnen vor einer besonders hinterhältigen Android-Masche. Dabei kombinieren Kriminelle die Schadprogramme „SpyNote“ und „WindRelay“, um Smartphones fernzusteuern, Kreditkarteninformationen per NFC auszulesen und möglicherweise sogar Online-Kredite im Namen ihrer Opfer zu beantragen.
Der Angriff beginnt meist mit einem Anruf angeblicher Bankmitarbeiter. Die Täter setzen Opfer unter Druck und überreden sie, eine vermeintliche Sicherheits-App zu installieren. Anschließend erhalten sie Fernzugriff auf das Gerät und laden unbemerkt weitere Schadsoftware nach. Das Opfer soll dann seine Bank- oder Kreditkarte an die Rückseite des Smartphones halten – die NFC-Funktion wird missbraucht, um Zahlungsdaten auszulesen und direkt weiterzuleiten.
Die wichtigste Regel ist glasklar: Keine seriöse Bank fordert Dich am Telefon dazu auf, unbekannte Apps zu installieren, PINs, TANs oder Codes weiterzugeben oder eine Zahlungskarte ans Handy zu halten. Bei einem verdächtigen Anruf: auflegen, keine Diskussion anfangen und die Bank ausschließlich über eine bekannte offizielle Nummer kontaktieren.
Für Unternehmen gehört diese Art von Angriff unbedingt in Security-Awareness-Schulungen. Technische Schutzmaßnahmen sind wichtig, aber gegen einen gut gemachten Anruf helfen sie nur begrenzt, wenn Mitarbeitende unter Zeitdruck handeln sollen. KDB unterstützt Teams mit verständlichen Security-Trainings, Phishing-Sensibilisierung und klaren Meldewegen für verdächtige Vorfälle.
Fake-Umfragen auf WhatsApp: Ein QR-Code kann das Konto kosten
Auch auf WhatsApp kursiert wieder eine Phishing-Masche. Kriminelle verschicken Einladungen zu angeblichen Abstimmungen oder Wettbewerben – häufig über bereits kompromittierte Konten bekannter Kontakte. Der Link führt auf eine manipulierte Website, die zur Eingabe der Telefonnummer, eines Verifizierungscodes oder zum Scannen eines QR-Codes auffordert.
Das Ziel ist nicht die Teilnahme an einer Umfrage, sondern die Übernahme des WhatsApp-Kontos. Über einen Code oder QR-Code können Täter ein fremdes Gerät verknüpfen oder das Konto auf einem anderen Gerät registrieren. Anschließend schreiben sie im Namen des Opfers dessen Kontakte an, sammeln weitere Daten oder versuchen, Geld zu ergaunern.
Deshalb: Keine WhatsApp-Codes weitergeben, keine unerwarteten QR-Codes scannen und dubiose Links nicht öffnen. Prüfe in WhatsApp regelmäßig den Bereich „Verknüpfte Geräte“ und melde unbekannte Sitzungen sofort ab. Die Zwei-Schritt-Verifizierung schafft zusätzlichen Schutz, ersetzt aber nicht den gesunden Menschenverstand.
Wenn ein Account übernommen wurde, sollten Betroffene ihre Kontakte rasch über einen anderen Kanal warnen, den WhatsApp-Support kontaktieren und den Vorfall anzeigen. Wichtig: Screenshots, Nachrichten, Telefonnummern und sonstige Belege sichern.
Router absichern: Das Heimnetz ist kein Selbstläufer
Der Router ist das Tor zwischen Internet und Deinem Netzwerk. Darüber laufen Rechner, Smartphones, Drucker, Smart-Home-Geräte und Fernseher. Wird der Router kompromittiert, kann das weitreichende Folgen für das gesamte Netzwerk haben. Das BSI empfiehlt deshalb einige grundlegende Maßnahmen, die daheim wie im kleinen Büro unbedingt umgesetzt gehören.
Ändere Standardnamen und Standardpasswörter, nutze einen neutralen WLAN-Namen ohne persönliche Angaben und verwende für den Zugang zur Router-Oberfläche ein starkes, einzigartiges Passwort. Für das WLAN empfiehlt das BSI ein Passwort mit mindestens 20 Zeichen. Automatische Firmware-Updates sollten aktiviert sein – und nach der Ersteinrichtung lohnt ein manueller Check auf aktuelle Versionen.
Deaktiviere Funktionen, die nicht benötigt werden. Dazu gehören je nach Modell Medienserver, Dateifreigaben und insbesondere Fernzugriffe. Fernverwaltung ist praktisch, aber eben auch eine zusätzliche Angriffsfläche. Für Besuch solltest Du ein getrenntes Gastnetzwerk einrichten, statt das Passwort des Hauptnetzes großzügig herumzureichen. Des isch keine Paranoia, sondern saubere Netzwerkhygiene.
EU AI Act: KI muss transparent werden – Unternehmen sind jetzt gefordert
Seit dem 2. August 2026 gelten in der EU neue Transparenzpflichten für KI-Systeme und KI-generierte Inhalte. Artikel 50 des europäischen AI Act verpflichtet Unternehmen dazu, Nutzerinnen und Nutzer darüber zu informieren, wenn sie mit einem KI-System interagieren oder wenn Inhalte künstlich erzeugt beziehungsweise täuschend echt manipuliert wurden.
Das betrifft insbesondere Chatbots, digitale Assistenten, KI-generierte Bilder, Videos, Audioinhalte und in bestimmten Fällen Texte zu Themen von öffentlichem Interesse. Deepfakes sollen offengelegt und möglichst technisch maschinenlesbar gekennzeichnet werden. Bei KI-generierten Texten kann eine sorgfältige menschliche redaktionelle Prüfung entscheidend sein: Wer verantwortlich prüft und die Veröffentlichung inhaltlich verantwortet, fällt unter eine wichtige Ausnahme.
Für Unternehmen bedeutet das: Jetzt eine Bestandsaufnahme machen. Wo kommt KI auf der Website, im Kundenservice, im Marketing, im Recruiting oder in internen Prozessen zum Einsatz? Welche Inhalte entstehen automatisiert? Wer prüft sie? Und wo müssen Hinweise für Nutzer sichtbar werden?
Für bereits bestehende generative KI-Systeme läuft eine Übergangsfrist für technische Kennzeichnungen bis zum 2. Dezember 2026. Bußgelder können laut den vorliegenden Informationen bis zu 15 Millionen Euro oder drei Prozent des weltweiten Jahresumsatzes betragen. KDB unterstützt Dich bei der strategischen und transparenten Einführung von KI – von Website-Chatbots über automatisierte Prozesse bis zu klaren Freigabe- und Kennzeichnungskonzepten.
KI, Urheberrecht und Trainingsdaten: Europa sucht weiter nach einem fairen Modell
Die Diskussion um KI-Training und Urheberrecht bleibt in Europa hochkompliziert. Kreative, Verlage und Rechteinhaber kritisieren, dass ihre Werke möglicherweise ohne Zustimmung und Vergütung zum Training generativer KI genutzt werden. KI-Unternehmen warnen dagegen, dass zu strenge Lizenzpflichten Innovation ausbremsen und insbesondere kleinere Anbieter benachteiligen könnten.
Im Mittelpunkt steht das sogenannte Text and Data Mining. Für kommerzielle Zwecke können Rechteinhaber nach der bestehenden EU-Regelung grundsätzlich maschinenlesbar widersprechen – das sogenannte Opt-out. Vertreter des Kreativsektors halten dieses Modell jedoch für praktisch kaum kontrollierbar und fordern teils ein Opt-in, also eine vorherige ausdrückliche Erlaubnis.
Als mögliche Kompromisse werden technische Standards für Widersprüche, kollektive Lizenzmodelle und Vergütungsmechanismen über Verwertungsgesellschaften diskutiert. Die GEMA bringt zudem die Idee ein, die kommerzielle Nutzung KI-generierter Inhalte stärker in den Blick zu nehmen, statt nur die kaum kontrollierbare Trainingsphase zu regulieren.
Für Marketing, Design und Content-Produktion ist das Thema zentral: KI ist ein starkes Werkzeug, aber kein rechtsfreier Selbstbedienungsladen. Unternehmen sollten Herkunft, Nutzungsrechte und Freigaben ihrer Inhalte sauber dokumentieren. Gerade bei Bildern, Musik, Texten und der Nachahmung von Stilen oder Stimmen ist Vorsicht angesagt.
OpenAI löst weiteres Sicherheitsteam auf: KI-Governance bleibt Pflicht
OpenAI hat sein Preparedness-Team aufgelöst. Die Einheit beschäftigte sich mit besonders schwerwiegenden Risiken fortgeschrittener KI-Systeme, darunter mögliche biologische, chemische, nukleare und Cyberrisiken. Nach Angaben der Financial Times sollen die Aufgaben auf andere Fachbereiche verteilt werden.
Es ist bereits die dritte spezialisierte Sicherheitseinheit, die OpenAI innerhalb von rund zwei Jahren aufgibt oder in andere Strukturen überführt. Zuvor wurden das Superalignment-Team und das AGI-Readiness-Team aufgelöst. Unklar bleibt, wie unabhängig, spezialisiert und ausreichend ausgestattet die Sicherheitsarbeit künftig organisatorisch verankert ist.
Für Anwenderunternehmen ist das ein Hinweis, sich nicht blind auf Sicherheitsversprechen einzelner KI-Anbieter zu verlassen. Wer KI in Geschäftsprozesse integriert, braucht eigene Leitplanken: klare Datenfreigaben, Berechtigungskonzepte, menschliche Kontrolle bei kritischen Entscheidungen, dokumentierte Verantwortlichkeiten und Schulungen für die Mitarbeitenden. KI kann richtig viel schaffen – aber ohne Governance wird sie schnell zum digitalen Praktikanten mit Generalschlüssel.
Apple ändert Tracking-Abfrage in der EU: Datenschutz, Wettbewerb und Dark Patterns
Apple passt seine App-Tracking-Transparenz in Deutschland und weiteren EU-Ländern an. Hintergrund ist ein Verfahren des Bundeskartellamts, das eine mögliche Ungleichbehandlung von Drittanbieter-Apps gegenüber Apple-eigenen Diensten untersucht hatte. Mit den Anpassungen beendet die Behörde ihre Untersuchung.
In der neuen Abfrage soll der Begriff „Tracking“ nicht mehr erscheinen. Außerdem wird die Schaltfläche „Erlauben“ künftig oben und „Verbieten“ unten platziert. Wer eine Erlaubnis abgelehnt hat, kann nach einem Jahr erneut gefragt werden. Kritiker sehen darin ein mögliches Dark Pattern, weil Gestaltung und Positionierung Nutzer zu einer Zustimmung bewegen könnten.
Für Website-, App- und Marketingverantwortliche zeigt der Fall: Consent- und Tracking-Design sind nicht nur technische oder rechtliche Details. Sie beeinflussen Vertrauen, Conversion und die Qualität der Datenbasis. Transparente Kommunikation und eine faire Gestaltung zahlen langfristig stärker ein als Trickkiste und Taschenspielerle.
Windows-Supportfristen: Jetzt Migrationen für Oktober planen
Microsoft erinnert an mehrere wichtige Supporttermine am 13. Oktober 2026. Für Windows Server 2022 endet der Mainstream-Support. Sicherheitsupdates gibt es im anschließenden erweiterten Support zwar weiterhin bis zum 14. Oktober 2031, neue Funktionen und nicht sicherheitsrelevante Verbesserungen entfallen jedoch.
Ebenfalls betroffen sind Windows 11 24H2 in den Editionen Home und Pro. Diese Systeme erhalten nach dem Stichtag keine Sicherheitsupdates mehr. Vorgesehen ist der Wechsel auf Windows 11 25H2. Für Enterprise- und Education-Ausgaben von Windows 11 24H2 gilt eine längere Frist bis zum 12. Oktober 2027.
Auch Windows 10 Enterprise LTSB 2016 erreicht sein Support-Ende. Microsoft empfiehlt den Umstieg auf Windows 11 Enterprise LTSC 2024. Kostenpflichtige Extended Security Updates können eine Übergangszeit von bis zu drei Jahren ermöglichen, ersetzen aber keine nachhaltige Migrationsplanung.
Ein sauberer Wechsel umfasst mehr als das Verteilen eines Updates: Hardware, Anwendungen, Treiber, Sicherheitssoftware und Fachprozesse müssen geprüft werden. KDB begleitet solche Projekte von der Inventarisierung über die Testphase bis zur kontrollierten Umstellung – damit am Stichtag nicht plötzlich irgendwo ein wichtiger Rechner die Grätsche macht.
GitHub-Ausfall: Warum Entwicklungsprozesse Notfallpläne brauchen
GitHub war am Montagnachmittag über mehrere Stunden nur eingeschränkt verfügbar. Betroffen waren unter anderem Anmeldungen, Downloads, API-Anfragen, Webhooks, GitHub Actions, GitHub Issues und auch der KI-Programmierassistent GitHub Copilot. Für viele Entwicklungsteams bedeutet das: Builds, Tests, Deployments und automatisierte Abläufe geraten gleichzeitig ins Stocken.
Der Vorfall verdeutlicht die Abhängigkeit moderner Softwareentwicklung von zentralen Cloud- und Plattformdiensten. Wenn Quellcodeverwaltung, CI/CD-Pipelines, Schnittstellen und KI-Werkzeuge an einer Stelle zusammenlaufen, kann ein Ausfall schnell eine ganze Lieferkette bremsen.
Unternehmen sollten deshalb prüfen, welche Prozesse bei einem Plattformausfall weiterlaufen müssen, wie Quellcode und Artefakte gesichert werden, welche manuellen Fallbacks existieren und wie Teams im Störungsfall kommunizieren. Hochverfügbarkeit heißt nicht automatisch, dass ein Dienst niemals ausfällt – sondern dass Du vorbereitet bist, wenn er es doch tut.
Fazit: Sicherheitsroutine, KI-Transparenz und Resilienz gehören zusammen
Die Themen dieses Morgens zeigen ein klares Muster: Cyberangriffe, Betrugsmaschen, ungepatchte Systeme und zentrale Plattformabhängigkeiten treffen nicht nur „die anderen“. Sicherheit entsteht durch aktuelle Systeme, konsequente Berechtigungen, getestete Backups, klare Notfallabläufe und Mitarbeitende, die wissen, wann sie besser einmal zu viel nachfragen.
Gleichzeitig wird KI zum festen Teil des digitalen Alltags. Wer sie verantwortungsvoll einsetzen will, braucht Transparenz gegenüber Kunden, saubere Prozesse für Inhalte und Daten sowie menschliche Verantwortung an den entscheidenden Stellen. KDB verbindet IT-Sicherheit, Automatisierung, KI, Design und digitales Marketing zu Lösungen, die nicht nur schick aussehen, sondern im Alltag auch funktionieren.
Unser Morgen-Check für Dich: Updates einspielen, Fernzugriffe prüfen, Router absichern, verdächtige Nachrichten konsequent ignorieren – und beim KI-Einsatz nicht nur auf Tempo, sondern auch auf Transparenz achten. Dann läuft’s. Meistens zumindest.



