Guten Morgen zum KDB-Tech-Update: Cyber-Alarm, KI mit Leitplanken und Video-Kreativität auf Speed
Guten Morgen! Zum Start in den Samstag gibt’s im KDB-Tech-Update wieder eine ordentliche Portion Digitales, bei dem man besser nicht nur mit einem halben Auge hinschaut. Im Podcast sprechen wir über den schweren Angriff auf das Berliner Landesnetz, zwei kritische Next.js-Lücken und Router mit Hintertüren, die im Unternehmensnetz halt ungefähr so willkommen sind wie ein Marder im Serverraum.
Außerdem geht’s um Phishing im Namen der Sparkasse, eine Mobilfunklücke mit offengelegten Geräteinformationen und um die große Frage bei KI-Agenten: Was sie können, ist das eine – was sie dürfen, ist die entscheidende Sache. Für Marketing und Kreativteams schauen wir auf Googles neue KI-Videofunktionen. Und weil KI nicht vom Himmel fällt, sondern Strom, Hardware und saubere Infrastruktur braucht, werfen wir auch einen Blick auf den Rechenzentrumsausbau in Deutschland. Also: Kaffee schnappen, Updates prüfen, los geht’s.
Berlin unter Cyberdruck: Lösegeldforderung nach Angriff auf das Landesnetz
Nach dem Hackerangriff auf das Berliner Landesnetz ist eine Lösegeldforderung beim Land eingegangen. Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner bestätigte, dass die Forderung am Donnerstag, 27. August, gegen 17:30 Uhr eingetroffen sei. Die Summe ist bislang nicht bekannt. Klar ist dagegen die politische Linie: Berlin will sich nicht erpressen lassen.
Die Ermittlungen führen das Berliner Landeskriminalamt und die Staatsanwaltschaft in Abstimmung mit Sicherheitsbehörden des Bundes. Besonders brisant: Der Datenabfluss begann nach aktuellem Stand mindestens bereits am 7. August – der Angriff war also rund eine Woche aktiv, bevor er entdeckt wurde. Am 14. August wurden die Senatsverwaltungen für Verkehr sowie Stadtentwicklung vorsorglich vom restlichen Landesnetz getrennt.
Welche Daten tatsächlich kopiert wurden, ist weiterhin offen. Die Senatskanzlei kann nicht ausschließen, dass personenbezogene Daten betroffen sind. Eine frühere Einschätzung, nach der keine sensiblen Daten abgeflossen seien, wurde inzwischen korrigiert: Die Angreifer hatten offenbar Zugriff auf sensible Informationen. Für die forensische Untersuchung wurde ein Notfallstab eingerichtet, zusätzlich prüft eine US-Spezialfirma das gesamte Landesnetz auf weitere Zugriffe und Sicherheitslücken. Das kann Monate dauern.
Für Unternehmen steckt die Lektion nicht nur in der Frage, ob man Lösegeld zahlt oder nicht. Entscheidend sind Erkennung, Eindämmung und ein belastbarer Notfallplan. Wenn Angreifer über Tage unentdeckt Daten abziehen können, reicht ein Virenscanner halt nicht, so ehrlich muss man sein. KDB unterstützt dabei, Sicherheitsmaßnahmen, Monitoring, Berechtigungskonzepte und Notfallprozesse so aufzustellen, dass ein Vorfall möglichst früh sichtbar wird – und im Ernstfall nicht erst hektisch zusammengeflickt werden muss.
Next.js: Kritische Updates für selbst gehostete Webanwendungen
Vercel hat zwei kritische Sicherheitslücken in Next.js geschlossen. Beide können unter bestimmten Voraussetzungen die Ausführung von Schadcode auf betroffenen Servern ermöglichen. Für öffentlich erreichbare Webanwendungen ist das ein Thema mit Priorität – nicht irgendwann nach dem nächsten Jour fixe, sondern jetzt.
Die erste Schwachstelle betrifft die Verarbeitung von AVIF-Bildern über die Bibliothek libheif. In der Funktion heif_decode_image() steckt ein Heap-basierter Buffer Overflow, bewertet mit einem CVSS-Wert von 9,8 von 10. Über eine speziell präparierte AVIF-Datei könnte Speicher manipuliert und möglicherweise eigener Code ausgeführt werden. Relevant ist das insbesondere, wenn die integrierte Next.js-Bildoptimierung AVIF-Dateien verarbeitet.
Die zweite Lücke, CVE-2026-75604, trägt einen CVSS-Wert von 9,0. Sie betrifft Next.js auf Windows-Servern, wenn Pages Router und App Router ohne Cache-Komponente verwendet werden. Ein Workaround ist nicht bekannt. Betroffene Installationen sollten daher unmittelbar aktualisiert werden.
Sicher sind die Versionen 15.5.24 im 15.5-Zweig und 16.3.3 im 16.3-Zweig. Betreiber sollten zusätzlich prüfen, ob AVIF-Optimierung aktiv ist, ob Windows-Server im Einsatz sind und welche Router-Konfiguration verwendet wird. Nach dem Update gehören auch Logs, ungewöhnliche Zugriffe und auffällige Serveraktivitäten auf den Prüfstand. Die von Vercel gehostete Next.js-Variante soll laut Anbieter nicht betroffen sein, selbst gehostete Umgebungen müssen aber individuell bewertet werden.
Für Websites und Portale gilt: Moderne Frameworks machen Entwicklung schneller, aber sie nehmen niemandem das Patch-Management ab. KDB unterstützt bei Wartung, Updates, Sicherheitschecks und dem professionellen Betrieb von Webanwendungen – damit die Homepage nicht plötzlich zur Eintrittskarte ins interne Netzwerk wird. Des wär’ nämlich ziemlich unnötig.
Router mit Backdoors: Bei ZBT-Hardware heißt es Herkunft und Firmware prüfen
Sicherheitsforscher von VulnCheck warnen vor mehreren Router-Modellen des chinesischen Herstellers Shenzhen Zhibotong Electronics, kurz ZBT. Die Geräte werden weltweit verkauft – häufig nicht sichtbar unter dem Namen ZBT, sondern als OEM-Hardware mit anderen Markenaufklebern. Genannt werden unter anderem LTE- und 5G-Router. In Deutschland sollen auch Geräte der Marken Digineo und Allnet auf ZBT-Hardware basieren.
In untersuchter Firmware fanden die Forscher mehrere Hintertüren. Die Backdoor „Darklantern“ lauscht auf UDP-Port 9992, der laut Untersuchung von außen erreichbar sein kann. Sie ermöglicht es Angreifern, Informationen wie Firmware-Version, MAC-Adresse und Gerätemodell abzufragen. Noch kritischer: Über Befehlspakete können unter Umständen beliebige Systembefehle ausgeführt werden. Die vorgesehenen Schutzmechanismen gelten nach Angaben von VulnCheck als praktisch wirkungslos.
Eine zweite Komponente namens „Speakingstone“ baut selbstständig Verbindungen zu einer Command-and-Control-Infrastruktur auf. Dabei können umfangreiche Gerätedaten übertragen werden. Laut VulnCheck sind Funktionen vorhanden, die etwa Root-Befehle, das Auslesen von WAN- und PPPoE-Zugangsdaten, DNS-Manipulationen und Reverse-SSH-Verbindungen ermöglichen. In neueren Firmware-Versionen entdeckten die Forscher zudem eine weitere Backdoor mit dem Namen „EndlessDoors“.
ZBTlink kündigte an, den Verkauf betroffener Router vorübergehend auszusetzen und Software offline zu nehmen. Firmware-Updates sollen entwickelt werden. Die Empfehlung der Forscher ist dennoch deutlich: Betroffene Geräte und OEM-Modelle sollten bis zu überprüften, bereinigten Updates außer Betrieb genommen werden.
Für Unternehmen ist das ein klarer Hinweis, Netzwerkhardware nicht bloß nach Preis, Funkstandard und Anzahl der Antennen auszuwählen. Router und Firewalls sind zentrale Vertrauensanker im Netz. KDB prüft im Rahmen von Managed Services und Security-Konzepten unter anderem die eingesetzte Netzwerktechnik, externe Erreichbarkeiten, Firmware-Stände und Segmentierung. Denn wenn der Router selbst nicht vertrauenswürdig ist, wird’s mit dem Rest der Sicherheitsarchitektur schwierig.
Phishing mit angeblichem pushTAN-Update: Sparkassen-Kunden unter Zeitdruck gesetzt
Die Verbraucherzentrale warnt vor einer Phishing-Welle gegen Sparkassen-Kunden. Kriminelle verschicken E-Mails mit Betreffzeilen wie „Update dringend erforderlich!“ und behaupten, das Verfahren „S-pushTAN Online“ müsse aktualisiert werden. Wer nicht schnell handle, riskiere angeblich Einschränkungen oder eine Sperrung des Kontos.
Genau dieser künstliche Zeitdruck ist das Kernstück der Masche. Der enthaltene Link führt nicht zur Sparkasse, sondern auf gefälschte Seiten, die Zugangsdaten, persönliche Daten oder Informationen zum pushTAN-Verfahren abgreifen sollen. Die Seiten können optisch überzeugend aussehen. Logo und Farbe allein sind also kein Echtheitsnachweis.
Typische Warnzeichen sind unpersönliche Anreden, auffällige Absenderadressen, Drohungen mit Kontosperren, sprachliche Fehler und die Aufforderung, über einen Link aktiv zu werden. Aber auch professionell wirkende Nachrichten können betrügerisch sein. Die sichere Vorgehensweise: Keine Links anklicken, keine Daten eingeben und das Konto ausschließlich über die bekannte App oder eine manuell eingegebene Webadresse prüfen.
Wurden bereits Zugangsdaten eingegeben, sollte die Bank umgehend über bekannte offizielle Kontaktwege informiert werden. Je nach Fall sind die Sperrung des Online-Banking-Zugangs, Passwortänderungen und eine sorgfältige Prüfung der Kontobewegungen notwendig.
Phishing bleibt ein Mensch-Thema, nicht nur ein Technik-Thema. Ob per E-Mail, SMS („Smishing“), QR-Code („Quishing“) oder Telefon („Vishing“): Täter setzen auf Vertrauen und Stress. KDB hilft Unternehmen mit Security Awareness, klaren Meldewegen und technischen Schutzmaßnahmen, damit Mitarbeitende bei solchen Nachrichten nicht raten müssen, sondern wissen, was zu tun ist.
Mobilfunk-Metadaten beim Anruf: Betreiber reagieren auf aufgedeckte Schwachstelle
Eine Recherche des Bayerischen Rundfunks hat eine Schwachstelle in deutschen Mobilfunknetzen offengelegt. Bei bestimmten Anrufen konnten bereits während des Verbindungsaufbaus – also bevor ein Gespräch angenommen wurde – Informationen über das Gerät der angerufenen Person übertragen werden. Dazu zählten je nach Netzbetreiber die IMEI, das Smartphone-Modell und die Betriebssystemversion.
Die IMEI ist eine weltweit eindeutige, 15-stellige Gerätekennung. Sie kann etwa genutzt werden, um ein gestohlenes Smartphone im Netz zu sperren. Werden zusätzlich Modell und Betriebssystemversion sichtbar, können Angreifer leichter einschätzen, welche technischen Schwächen für ein bestimmtes Gerät relevant sein könnten.
Der BR konnte die Übertragung in mehr als 70 Testverbindungen bei großen deutschen Netzen nachweisen. Telekom, Vodafone und Telefónica kündigten technische Änderungen an oder haben diese nach eigenen Angaben bereits umgesetzt. 1&1 erklärte, dass die genannten Daten im eigenen Mobilfunknetz nicht an die jeweils andere Gesprächsseite übertragen würden.
Der Fall zeigt: Auch Metadaten sind schützenswert. Es müssen nicht immer Gesprächsinhalte oder Passwörter sein, damit ein Sicherheitsrisiko entsteht. Für Dich als Nutzer bleibt wichtig, Betriebssystem und Apps aktuell zu halten. Bei besonders sensiblen Gesprächen sollte außerdem bedacht werden, dass die Sicherheit einer Kommunikation von mehr abhängt als nur von einer sicheren Messenger-App.
KI-Agenten im Unternehmen: Können reicht nicht – sie brauchen klare Grenzen
KI-Agenten sollen nicht nur Texte schreiben, sondern Informationen abrufen, Systeme bedienen, Prozesse anstoßen und Entscheidungen vorbereiten. Das eröffnet enormes Automatisierungspotenzial. Gleichzeitig zeigt eine IBM-Studie aus dem Jahr 2026 eine deutliche Kontrolllücke: Nur 11 Prozent von 2.000 befragten Führungskräften auf C-Level fühlten sich vollständig auf den erwarteten Einsatz von KI-Agenten im folgenden Jahr vorbereitet.
Rund zwei Drittel der CIOs und CTOs gaben an, für KI-Systeme verantwortlich zu sein, die sie nicht vollständig kontrollieren können. 70 Prozent berichteten, dass Teams neue Technologien schneller einführen, als die IT-Abteilungen deren Einsatz erfassen und überwachen können. Das ist keine Kleinigkeit: Ein Agent kann technisch in der Lage sein, eine Datenbankstruktur anzupassen oder Rückzahlungen auszulösen – aber daraus folgt noch lange nicht, dass er das in jeder Situation auch darf.
Entscheidend sind deshalb nicht nur Zugriffsrechte, sondern Kontext und Verhalten. Wenn ein Agent etwa einzelne Erstattungen bis 50 US-Dollar auslösen darf, könnten zehn aufeinanderfolgende Rückzahlungen mit jeweils 50 US-Dollar trotzdem ein Versuch sein, eine eigentlich notwendige Prüfung zu umgehen. Einzelaktionen wirken zulässig, die Gesamtschau ist es möglicherweise nicht.
Unternehmen brauchen daher sauber dokumentierte Regeln: erlaubte und verbotene Systeme, Mengen- oder Betragsgrenzen, Freigaben für kritische Vorgänge, Einschränkungen bei sensiblen Daten, Eskalationen bei ungewöhnlichem Verhalten und einen Notfallmechanismus zum Unterbrechen eines Agenten. Kontrollpunkte innerhalb automatisierter Abläufe sollen sichtbar machen, warum ein Agent eine Aktion vorbereitet, welche Daten er nutzt und welche Systeme betroffen sein können.
KDB setzt KI dort ein, wo sie Prozesse sinnvoll beschleunigt – aber nicht nach dem Motto „wird schon gutgehen“. Für produktive KI-Lösungen gehören Rollen, Berechtigungen, Monitoring, menschliche Freigaben und nachvollziehbare Verantwortlichkeiten von Anfang an ins Konzept. Vertrauen ist gut. Bei einem Agenten mit Zugriff auf Unternehmenssysteme ist Prüfen halt noch besser.
Nutanix Enterprise AI 2.8: Governance-Schicht für KI-Agenten
Nutanix erweitert seine Plattform Nutanix Enterprise AI mit Version 2.8 um Funktionen für den kontrollierten Betrieb von KI-Agenten. Im Zentrum steht ein neues MCP-Gateway als Bestandteil des Nutanix Agent Gateways. MCP steht für „Model Context Protocol“ und ermöglicht KI-Agenten den Zugriff auf externe Werkzeuge, Anwendungen und Datenquellen.
Das Gateway soll als zentrale Vermittlungsstelle dienen: Zugriffe auf MCP-Server können gebündelt, überwacht und gesteuert werden. Zusammen mit rollenbasierten Berechtigungen und Identity-and-Access-Management-Funktionen lässt sich damit genauer festlegen, welcher Agent auf welche Daten oder Funktionen zugreifen darf – und welche Zugriffe ausdrücklich tabu bleiben.
Zusätzlich baut Nutanix die Private Inference aus. Große Sprachmodelle können dabei innerhalb der eigenen Unternehmensinfrastruktur betrieben werden, statt Anfragen an externe Cloud-Dienste weiterzugeben. Funktionen wie Tensor Parallelism, Batch Inference und Speculative Decoding sollen die Verarbeitung größerer oder umfangreicherer KI-Workloads verbessern. Für kleinere Modelle unterstützt die Plattform außerdem LoRA-Finetuning, mit dem offene Modelle gezielter an eigene Anforderungen angepasst werden können.
Gerade für Organisationen mit hohen Anforderungen an Datenschutz, Compliance und digitale Souveränität sind auch abgeschottete Nvidia-NIM-Installationen interessant, die nicht mit dem öffentlichen Internet verbunden sind. Nutanix positioniert sich damit zunehmend nicht bloß als Plattform zum Bereitstellen von Modellen, sondern als Kontroll- und Betriebsschicht für produktive KI.
Die Richtung passt zum Bedarf vieler Unternehmen: KI nicht nur ausprobieren, sondern verlässlich betreiben. Ob eine solche Plattform die richtige Lösung ist, hängt immer von vorhandener Infrastruktur, Datenlage, Sicherheitsvorgaben und konkretem Anwendungsfall ab. KDB begleitet bei der Auswahl, Architektur und Absicherung von KI-Workloads – lokal, hybrid oder in der Cloud.
Google Gemini Omni Flash 1.1: KI-Video mit mehr Regie, schnellerer Vorschau und klarerem Budget
Für Kreativ- und Marketingteams bringt Google neue Funktionen für die KI-Videoproduktion. Gemini Omni Flash 1.1 soll mehr Kontrolle über die Erstellung kurzer Clips bieten. Anders als klassische Text-zu-Video-Modelle versteht Google Omni als dialogorientierte Orchestrierungsschicht: Szenen können schrittweise erweitert, verändert und gezielter gesteuert werden.
Neu ist unter anderem, dass bei einer Videoverlängerung bis zu zehn Sekunden des vorhandenen Materials als Kontext einbezogen werden. Zuvor war es ungefähr eine Sekunde. Videos lassen sich in Zehn-Sekunden-Schritten auf maximal 40 Sekunden verlängern. Das soll Bewegungen, Bildgestaltung und zentrale Elemente zwischen den Sequenzen konsistenter halten.
Auch Start- und Endframes lassen sich vorgeben. Damit können Nutzer gezieltere Übergänge, Kamerafahrten, Zoom-Effekte oder Loops erzeugen. Zusätzlich kann bis zu drei Sekunden langes Referenzmaterial als visueller Kontext hinterlegt werden. Das ist für Kampagnen mit wiederkehrenden Figuren, Orten oder Bildstilen besonders interessant.
Praktisch für die Budgetplanung: Google bietet 360p-Vorschauen für 0,03 US-Dollar pro Sekunde an. Ein zehn Sekunden langer Clip kostet damit rechnerisch 0,30 US-Dollar. Die Vorschauen sollen bis zu 60 Prozent schneller verfügbar sein und nur etwa ein Drittel der bisherigen 720p-Kosten verursachen. Erst wenn eine Idee überzeugt, kann in 1080p oder 4K hochskaliert werden. Die angegebenen Preise pro Sekunde liegen bei 0,10 US-Dollar für 720p, 0,15 US-Dollar für 1080p und 0,30 US-Dollar für 4K.
Das ermöglicht einen sinnvollen Workflow: Ideen günstig testen, Varianten vergleichen, erst dann die finale Version hochauflösend produzieren. Für Social-Media-Clips, visuelle Prototypen oder erste Kampagnenentwürfe kann das den Produktionsprozess deutlich beschleunigen. KDB unterstützt bei der Konzeption von Content-Formaten, Markenführung und der Einbindung KI-gestützter Kreativwerkzeuge – damit aus vielen hübschen Einzelclips auch eine Kampagne mit Wiedererkennungswert wird.
Rechenzentren für KI: Der Wettbewerb um Strom, Fläche und digitale Souveränität
Deutschland baut Rechenzentrumskapazitäten aus – angetrieben unter anderem durch generative KI. Ende 2025 lag die gesamte Anschlussleistung deutscher Rechenzentren laut Bitkom-Schätzung bei rund drei Gigawatt, etwa ein Drittel davon in der Region Frankfurt am Main. Die Bundesregierung verfolgt das Ziel, die Kapazität bis 2030 gegenüber 2025 zu vervierfachen.
Das klingt zunächst nach mehr digitaler Souveränität und leistungsfähiger Infrastruktur. In der Praxis entstehen jedoch Zielkonflikte. KI-Rechenzentren benötigen hohe Anschlussleistungen, leistungsfähige Netze und aufwendige Kühlung. Sie konkurrieren um Flächen, Netzanschlüsse, Wasser und Baumaterialien. Auch die Abwärmenutzung ist nicht automatisch ein Selbstläufer: Sie funktioniert sinnvoll nur dort, wo in der Nähe kontinuierlich ausreichend Wärme benötigt wird und die nötige Infrastruktur vorhanden ist.
Ein Teil der angekündigten Vorhaben könnte spekulativen Charakter haben. Betreiber sichern sich möglicherweise früh Grundstücke, Genehmigungen und Netzanschlüsse, während die tatsächliche Auslastung und der konkrete Bedarf noch offen sind. Die bloß geplante Anschlussleistung darf deshalb nicht mit dem tatsächlichen dauerhaften Stromverbrauch gleichgesetzt werden.
Für Unternehmen bedeutet das: KI-Strategie ist auch Infrastrukturstrategie. Wer sensible Daten verarbeitet oder hohe Anforderungen an Latenz, Verfügbarkeit und Compliance hat, sollte früh klären, wo Workloads betrieben werden, wie Daten geschützt werden und welche Rechenkapazität wirklich gebraucht wird. KDB hilft dabei, Cloud-, Hybrid- und On-Premises-Ansätze realistisch zu bewerten – ohne dass gleich für jede Automatisierung ein eigenes Atomkraftwerk bestellt werden muss.
Weitere Updates: Flatpak-Sandbox und LibreOffice mit mehr Auswahl
Auch im Open-Source-Bereich tut sich etwas: Flatpak erhält 508.640 Euro Förderung für Weiterentwicklungen bis Ende 2027. Geplant sind präzisere Berechtigungen und neue Portale für Audio, Netzwerk, VPN, Rechtschreibprüfung und perspektivisch auch Passwort-Autofill. Ziel ist, Linux-Desktop-Anwendungen stärker zu isolieren und ihnen nur die Rechte zu geben, die sie tatsächlich benötigen. Beispielsweise soll künftig Audioausgabe klar vom Mikrofonzugriff getrennt werden können.
Für Linux-Arbeitsplätze ist das ein sinnvoller Schritt: Sicherheit entsteht nicht dadurch, dass Anwendungen pauschal alles dürfen, sondern durch möglichst enge und nachvollziehbare Freigaben. Das Prinzip gilt übrigens genauso für KI-Agenten, Router, Cloud-Dienste und normale Benutzerkonten.
LibreOffice 26.8 geht derweil optisch stärker in Richtung Microsoft Office und erweitert seine Registerkarten-Oberfläche. Die klassische Menü- und Symbolleistenansicht bleibt aber vollständig erhalten. Nutzer können weiterhin zwischen mehreren Oberflächen wählen, etwa kompakter Registerkartenansicht, gruppierter Symbolleiste oder Seitenleisten-Layout. Für Unternehmen mit heterogenen Arbeitsweisen ist das ein durchaus sympathischer Ansatz: Vertraut genug für Umsteiger, flexibel genug für Power-User.
KDB-Fazit am Morgen: Sicherheit und KI müssen zusammen gedacht werden
Der heutige Überblick zeigt ziemlich deutlich: Digitalisierung heißt nicht einfach, neue Tools einzukaufen oder KI irgendwo draufzukleben. Ob Cyberangriff, kritisches Framework-Update, fragwürdige Router-Firmware oder autonomer KI-Agent – entscheidend sind Transparenz, klare Zuständigkeiten, aktuelle Systeme und kontrollierte Berechtigungen.
Gleichzeitig entstehen spannende Möglichkeiten: Lokale oder abgeschottete KI-Infrastruktur, schnellere Content-Produktion und automatisierte Prozesse können echten Mehrwert schaffen. Aber bitte mit Konzept, Sicherheitsnetz und jemandem, der am Ende noch weiß, was im System eigentlich passiert. KDB verbindet IT-Sicherheit, Managed Services, Automatisierung, KI, Webentwicklung und digitales Marketing zu Lösungen, die nicht nur schick aussehen, sondern auch ordentlich laufen.
In diesem Sinne: Hab einen sicheren Start ins Wochenende – und wenn heute eine Mail mit „dringendem Update“ reinflattert, erst mal tief durchatmen. Der Link kann warten. Wirklich.



